08.03.2020 11:08 |

Täter (16) gefasst

Messerattacke: Opfer am Gehsteig liegend entdeckt

Blutige Messerattacke in Wien-Favoriten: Ein Afghane (16) soll im Streit auf einen jungen Mann eingestochen haben. Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen am Rücken und am Oberschenkel. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Täter konnte wenig später von der Polizei auf der Straße gestellt werden. Er ist laut Polizei geständig.

Die Polizei wurde verständigt, da eine Person mit mehreren Messerstichen am Gehsteig in der Gellertgasse aufgefunden worden war. Beim Eintreffen der Beamten wurde das Opfer bereits von der Berufsrettung Wien und dem Notarzt erstversorgt und in weiterer Folge ins Krankenhaus gebracht.

Da zunächst unklar war, was vorgefallen war, wurden Zeugen befragt. Darunter auch zwei junge Frauen, die - wie sich wenig später herausstellen sollte - den mutmaßlichen Täter kannten und die Exekutive auf eine falsche Spur bringen wollten.

Die Zeuginnen tischten den Beamten folgende Geschichte auf: Demnach hätte sie ein Unbekannter beschimpft und sei mit einem Messer auf sie zugekommen, als sie auf der Straße standen. Ein Jogger - das spätere Opfer - habe sie beschützen wollen. Doch der Messermann habe mehrmals auf ihn eingestochen und sei dann geflüchtet. Die beiden Zeuginnen gaben gegenüber den Polizisten eine Fluchtrichtung an, eine genaue Täterbeschreibung blieben sie allerdings schuldig.

Blutverschmierte Kleidung
Im Zuge der Fahndung stießen die Beamten dann auf einen jungen Mann. Er telefonierte und verhielt sich äußerst auffällig. Darüber hinaus bemerkten die Polizisten, dass der Mann leichte Verletzungen im Gesicht hatte und blutverschmierte Kleidung trug.

Nach Widersprüchen Geständnis abgelegt
Die Polizisten stoppten den junge Mann. Dieser meinte zunächst, er sei von einem unbekannten Mann ausgeraubt und mit einem Messer bedroht worden. Er habe jedoch flüchten können.

Aufgrund der teils wirren Angaben nahmen die Beamten den Burschen mit auf eine Polizeiinspektion. Im Verlauf der weiteren Befragung und der Konfrontation mit der Messerattacke in der Gellertgasse zeigte sich der 16-jährige afghanischer Staatsangehörige schließlich geständig.

Zeuginnen angezeigt
Es stellte sich auch heraus, dass sich der 16-jährige Verdächtige und die beiden Zeuginnen kannten und zuvor gemeinsam eine Party besucht hatten. Dort dürfte es zu einem Streit zwischen den Jugendlichen und dem Opfer gekommen sein. Er wurde in die Justizanstalt eingeliefert und sieht sich mit einer Anzeige wegen versuchten Mordes konfrontiert.

Die beiden Zeuginnen - österreichische Staatsbürgerinnen im Alter von 16 und 18 Jahren - werden wegen Begünstigung zur Anzeige gebracht, da sie falsche Angaben zur Fluchtrichtung sowie zur Täterbeschreibung gemacht hatten.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 23. Oktober 2020
Wetter Symbol