Ärztemangel

Eigener Lehrstuhl für Arbeitsmedizin an der JKU?

Der Ärztemangel beginnt auch bei der Arbeitsmedizin durchzuschlagen, was die Vorsorge für Gesundheit am Arbeitsplatz gefährdet. Ein eigener Lehrstuhl für Arbeitsmedizin an der Medizin-Fakultät der JKU in Linz könnte hier Linderung bringen, meinen die Präsidenten von Arbeiterkammer und Ärztekammer.

„Vorbeugen statt heilen“ ist die Devise der Arbeitsmedizin, unterstreicht Ärztekammerchef Peter Niedermoser die Bedeutung dieses Sonderfachs. Auch die Wiedereingliederung genesener Menschen ist eine ihrer Kernaufgaben. Doch auch hier schlägt der generelle Ärztemangel zunehmend durch, zugleich ist die Ausbildung mit einem „halben“ Angebot in Wien auf Sparflamme. „Gäbe es einen eigenen Lehrstuhl in Linz, kämen womöglich mehr Studierende auf die Idee, sich für Arbeitsmedizin zu interessieren“, meint AK-Präsident Johann Kalliauer. Er meint aber nicht irgendeine Lehre und Forschung in diesem Bereich, sondern eine, „die speziell unter dem Blickpunkt der sich verändernden Arbeitswelt steht“. Also vor allem hinsichtlich der Auswirkungen der Digitalisierung: „Auch digitale Arbeit darf nicht krank machen!“

Bei Bund anklopfen
AK und ÄK widmen der „Arbeitsmedizin 4.0“ am Mittwoch eine gemeinsame Fachtagung, bei der auch JKU-Rektor Meinhard Lukas ist. Für die Finanzierung des neuen Lehrstuhls wollen die beiden Kammerpräsidenen erst mal beim Bund anklopfen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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