20.02.2020 06:22 |

Junge Mutter starb

Hätte Mord in Graz verhindert werden können?

Schockierende Hintergründe zum Mord an einer zweifachen Mutter in Graz-St. Peter: Laut Informationen der „Krone“ soll sich der Verdächtige (27) im Sommer 2018 mitten auf der Straße vor Zeugen ein Messer in die Brust gerammt haben. Jetzt stellt sich die Frage: Hätte man seine verheerende Tat damals vielleicht vorausahnen können?

Nach dem Mord an der jungen Frau stellte sich die Frage, wie das passieren konnte. Jetzt, wo immer mehr Details bekannt werden, fragt man sich auch, ob man die furchtbare Tat verhindern hätte können.

„Wir haben inzwischen alle Abläufe analysiert. Es gab niemals irgendwelche Hinweise auf Fremdaggressivität“, betont Hans-Peter Kapfhammer, Leiter der psychiatrischen Abteilung des Universitätsklinikums Graz, wo der Verdächtige nach seinem Suizidversuch behandelt wurde.

„Stiller Mensch“
Er selbst habe ihn als ruhigen, introvertierten Menschen kennengelernt, der sich normal mit anderen unterhalten hat. „Aber das macht das alles ja auch so angsteinflößend.“

Zitat Icon

Ich verstehe, dass die Bevölkerung zu Recht entsetzt ist über den Fall, und dass man nicht sagen kann, dass bei der Behandlung alles gut gelaufen ist.

DDr. Hans-Peter Kapfhammer, Leiter der psychiatrischen Abteilung des Universitätsklinikums Graz

„Es geht nichts gegen den Willen der Patienten“
Das Problem sei, dass man keine Prognose über einen Krankheitsverlauf stellen könne. Und: „Man kann dem Patienten die Medikamente nicht gegen seinen Willen verabreichen. Und wenn er sie nimmt, wiegt man sich auch nur in ,Pseudosicherheit’, weil die Wirkung ja Wochen darauf wieder nachlässt.“

Verbesserungsvorschläge statt Schuldzuweisungen
Der Professor sieht sich seit der Bluttat mit massivem Hass im Netz konfrontiert. Doch Schuldzuweisungen werden kein Problem lösen, man sollte lieber gemeinsam überlegen, wie man das Betreuungssystem verbessern könnte.

Eva Stockner
Eva Stockner
Christa Bluemel
Christa Bluemel
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