03.07.2010 14:53 |

Landtagswahl

Voves zieht "voll motiviert" für SPÖ in den Wahlkampf

"Ich möchte unbedingt gewinnen, ich bin voll motiviert", so hat der steirische SPÖ-Vorsitzende und Landeshauptmann Franz Voves (im Bild links) am Samstag vor dem Parteirat versucht, Leidenschaft in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 26. September zu bringen. Über die Irritationen der vergangenen Wochen ging er mit einem Nebensatz hinweg: "Die ganzen Egozentriker in der Partei sind mir völlig wurscht". Voves wurde schließlich von 98,6 Prozent der 155 Delegierten als Spitzenkandidat gewählt.

Der offizielle Wahlkampfauftakt ist zwar erst am 28. August, der Parteirat, bei dem es um die formale Absegnung der Landesliste ging, war aber so etwas wie die Generalprobe für den Auftakt. Man brauche wieder eine "starke und geschlossene Grazer SPÖ", sagte Voves, der Gruß "Freundschaft" müsse wieder tatsächlich gelebt werden. Man werde sich spätestens 2018 wieder um den Bürgermeistersessel anstellen. Jetzt vertraue er auf die Grazer Partei, ihm bei der "Titelverteidigung" im Land zu helfen.

Voves zog Bilanz über fünf Regierungsjahre
Voves zog eine positive Bilanz über seine fünf Regierungsjahre und beschäftigte sich insbesondere mit der Wirtschaftskrise, deren Bewältigung laut dem Landeshauptmann primär Verdienst der SPÖ sei. In Sachen Verteilungs- und Steuergerechtigkeit griff Voves wieder auf sein Wirtschaftspapier "NEW" zurück, für das er sich als "Kernölsozialist" beschimpfen habe lassen müssen. "Da sind einige gescheiter geworden inzwischen", so der Landesparteichef.

Budgetkonsolidierung sei wichtig, Sozialleistungen für die weniger Verdienenden, Kranken und Alten dürften aber nicht angetastet werden. "Aber über Eigenbeiträge für Vermögendere wird man wohl nachdenken dürfen", meinte Voves in Anspielung auf die von ihm ausgegangene Infragestellung des Gratis-Kindergartens für alle.

Unbedinges Bekenntnis zu Koralm- und Semmeringtunnel, die er als "fix" betrachte, zu allen Regionalspitälern sowie zur Abschaffung des Proporzsystems gaben thematisch die Schwerpunkte für den Wahlkampf vor. Den politischen Mitbewerber ÖVP und dessen Führung bezeichnete er als "destruktive Streithanseln", die es an der Spitze des Landes zu verhindern gelte: "Die Scheinheiligkeit darf nicht mehr regieren".

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