Auf der Fahrt zu einem Kunden fiel dem Unternehmer Mario F. (36 Jahre alt) am Donnerstag gegen 15 Uhr in Werndorf eine Person auf, die vor einem Maisacker mit dem Kopf nach unten auf der Dorfstraße lag (im Bild der Fundort): "Der Mann hat ganz schwer geatmet. Ich habe ihn in Seitenlage gebracht und dann das Rote Kreuz verständigt."
In diesem Moment kam dem Steirer auch ein Bekannter, der 32-jährige Alexander M., zu Hilfe: "Es war furchtbar heiß. Ich habe von einem nahegelegenen Paintballclub Wasser geholt und den Bewusstlosen damit etwas abgekühlt." Das vermeintliche Hitzeopfer - es handelte sich um den 37-jährigen Leiharbeiter aus Allerheiligen bei Wildon - wurde dann ins Landeskrankenhaus Graz gebracht. Dort starb der Mann um 21.45 Uhr.
Aus Angst um Job Spital verlassen?
Erst danach wurden der Polizei Hintergründe bekannt, die es nun aufzuklären gilt. Wie die Schwester des Verstorbenen mitteilte, war ihr Bruder Dienstagnacht in Graz nach einem Autounfall ins Unfallkrankenhaus eingeliefert worden - ein solcher Crash wurde aber nie bei der Polizei angezeigt. Fest steht, dass der Steirer Donnerstag früh eigenmächtig das Spital verließ - vermutlich, weil er seinen Job nicht verlieren wollte. Etwa 500 Meter von der Firma entfernt sank der Mann nämlich zu Boden. Eine Obduktion der Leiche soll nun helfen, die Hintergründe aufzuklären.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Bild: Ricardo
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