14.01.2020 08:00 |

Heuer extreme Lage:

Rekord bei Urlaubern - aber zu wenig Mitarbeiter!

In den obersteirischen Wintersport-Gebieten werden heuer Urlauber-Rekorde gefeiert, auch der Ansturm auf die Hütten ist außergewöhnlich - aber auf dieser Erfolgsspur wird auch eines extrem evident: der Mangel an Arbeitskräften.

„Wir sehen nicht wirklich einen Ausweg aus dem Dilemma“, gibt Spartenobmann Franz Perhab offen zu. „Wie auch? In der Gastronomie werden wir einfach nie Vier- oder Fünf-Tage-Wochen bieten können, und das ist, was viele heute halt haben wollen."

45.000 Beschäftigte würden in der jetzigen Saison in heimischen Wintersportgebieten verzeichnet, darunter bis zu 2500 Saisonniers. „In vielen Skihütten findet man ja kaum noch Österreicher, außer bei echten Hotspots.“

Kräfte aus Ungarn, Tschechien und Slowakei hätten bislang vieles aufgefangen, „aber dort wurde auch die Wirtschaft angekurbelt, was mich für die Leute ja freut. Aber damit müssen viele von ihnen zum Arbeiten nicht mehr ins Ausland.“

Kroatien dürfen in andere Branchen wechseln
Und die sieben Jahre Übergangsfrist für die Kroaten ginge auch zu Ende. Perhab: „Damit dürfen sie nicht nur in der Gastronomie arbeiten, sondern in jeder Branche. Da werden ganz viele abwandern, was unsere Problematik noch zusätzlich verschärft.“

Sein Fazit: „Heutzutage muss man sich vor allem um Köche und Kellner extrem bemühen. Sie diktieren heute die Bedingungen, nicht mehr die Chefs.“

„Man muss Mitarbeitern etwas bieten“
Mathias Schattleitner, Tourismuschef von Schladming-Dachstein, sieht die Problematik auch, aber für sein Umfeld nicht so extrem. Und er setzt auf Gegenprogramme: „Heutzutage muss man den Mitarbeitern etwas bieten und ihnen dadurch zeigen, dass man ihnen Wertschätzung entgegenbringt. Wir hier bieten seit dieser Saison eine Offensive zur Weiterbildung, vor allem im Bereich Social Media, Mitarbeiterführung - das kommt gut an.“ Angebote fürs Nachtrodeln, Einkaufsermäßigungen, Loipentickets tun ein Übriges. Schattleitner: „Die Weihnachtszeit mit einzelnen Spitzentagen war echt nicht ohne. Aber für den weiteren Winter sind wir gut gerüstet.“

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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