11.01.2020 18:06 |

Pakistaner entsetzt

Hunderte feierten Hochzeitsparty im Weltkulturerbe

Nicht nur Teenager feiern gerne Partys dort, wo es eigentlich verboten ist: Ausgerechnet an einer UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte hat ein Unternehmen in Pakistan eine riesige Hochzeitsparty steigen lassen - zum Entsetzen vieler Einheimischer. Hunderte Gäste feierten im Lahore Fort, der historischen Zitadelle im Nordwesten der ummauerten Stadt Lahore.

Den Angaben zufolge hatte die pakistanische Düngemittelfirma um Erlaubnis für ein Abendessen mit 100 Gästen gebeten. Daraus wurde am Ende ein großes Hochzeitsfest mit rund 400 Feiernden. Solche Partys sind an der Kulturerbe-Stätte verboten. Er hätten aber in der Vergangenheit auf dem Gelände des Forts andere Veranstaltungen von Unternehmen oder der Regierung stattgefunden, sagte die Sprecherin weiter.

Die für das Kulturerbe zuständige Behörde WCLA habe einen ihrer Mitarbeiter in Verbindung mit dem Vorfall wegen Nachlässigkeit vom Dienst suspendiert, sagte eine WCLA-Sprecheri am Samstag. Gegen das Unternehmen habe man eine Beschwerde wegen Vertragsbruchs eingereicht.

Das Lahore Fort erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 20 Hektar. Zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert wurde die Festung mehrfach von den Moguln zerstört und wieder aufgebaut. Die heutige Anlage geht auf den Mogulherrscher Akbar zurück und entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seit 1981 gehört das Lahore Fort zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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