10.01.2020 09:05 |

„Sünder“ auf Bahngleis

Vorarlberger Radarbox blitzt nicht nur Autofahrer

Sie sind in Lorüns im Vorarlberger Bezirk Bludenz unterwegs, halten sich brav an die geltende 50-km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung und plötzlich blitzt es trotzdem? Dann sollten Sie sicherheitshalber einen Blick auf die Bahngleise werfen. Vielleicht werden Sie ja gerade von der Montafonerbahn überholt?

Denn tatsächlich ist es in vielen Fällen der Zug, der die Radarbox zum Blitzen veranlasst. Da diese parallel zur Straße, jedoch auch zu den Gleisen der Bahn ausgerichtet ist, heißt es für Zugführer, Schaffner und Passagiere gleich mehrmals am Tag: Bitte lächeln. Denn mittlerweile ist die Montafonerbahn auch im Halbstundentakt unterwegs - und auch weitaus flotter als die Autofahrer, zumindest als jene, die sich an die geltende Geschwindigkeitsbeschränkung halten. Und da ein Zug länger als ein Pkw oder Lkw ist, werden auch gleich Aufnahmen in Serie gemacht.

„Kuriosum bei uns“
„Es handelt sich wirklich um ein Kuriosum bei uns“, bestätigt ein Sprecher der Landespolizeidirektion Vorarlberg Freitagfrüh gegenüber krone.at die „ungezügelte“ Radarbox. Doch was passiert, wenn der gesetzestreue Autofahrer dem rasenden Zug das Blitzerfoto verdankt? Der Sprecher beruhigt: „Sobald zwei Fahrzeuge auf dem Bild zu sehen sind oder eben auch der Zug, wird dieses Bild gelöscht und der Lenker hat keine Strafe zu befürchten.“

„Nur eine Frage der Zeit“
Eine Verlegung der Radarbox aufgrund der vielen irrtümlichen Schnappschüsse ist allerdings nicht geplant, so der Polizeisprecher weiter. Das hat - neben ausreichend Ausbeute an tatsächlichen Temposündern auf der Straße an der Stelle - allerdings auch einen anderen Grund. „Das Ganze ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Denn wir rüsten Schritt für Schritt auf Lasertechnik um. Damit wird sich die ,Problematik‘ schlussendlich selbst lösen.“

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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