Durch Entwicklungen auf EU-Eben könnten auch in Vorarlberg wieder sogenannte Einheimischen-Tarife möglich werden. Im Land wird das ausdrücklich begrüßt.
Es ist ein Streitthema, bei dem die Emotionen hochgehen: Sollen touristische Einrichtungen wie Liftanlagen für Menschen, die in der Region leben, günstiger sein als für Urlauber? Genau das könnte nun wieder möglich werden. Wie das Land informierte, wurde die Europäische Kommission in den gestern am Donnerstag veröffentlichten Ratschlussfolgerungen zur Consumer Agenda 2030 aufgefordert, bei der Überprüfung der Geoblocking-Verordnung die besonderen Herausforderungen von Regionen mit erheblichen saisonalen Bevölkerungsschwankungen ausdrücklich zu berücksichtigen.
Es sei ein wichtiges Signal, dass die Europäische Union die Situation stark tourismusgeprägter Regionen nun ausdrücklich in den Blick nehme, betont Vorarlbergs Tourismusreferent Marco Tittler (ÖVP): „Die Anerkennung dieser besonderen Herausforderungen durch die EU ist ein wichtiger Schritt. Es braucht praktikable und faire Lösungen, damit Einheimischentarife möglich werden und die lokale Bevölkerung entlastet wird.“ Gerade in stark frequentierten Tourismusregionen stünden Infrastruktur, Freizeitangebote und öffentliche Einrichtungen in Spitzenzeiten unter hohem Druck. Gleichzeitig seien es die Einheimischen, die diese Infrastruktur ganzjährig mittragen, argumentiert Tittler für die Möglichkeit von Einheimischentarifen.
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