09.01.2020 19:30 |

Schlechte Konjunktur

WK Tirol rechnet nur mit minimalem Wachstum

Mit wenig Optimismus blicken die Branchen der Tiroler Wirtschaft in das neue Jahr. Lediglich 30 Prozent der Leitbetriebe sind optimistisch gestimmt. Das hängt mit der schwächelnden internationalen Konjunktur zusammen, wie WK-Präsident Christoph Walser und Stefan Garbislander, Leiter Wirtschaftspolitik, Innovation und Strategie, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärten.

Das vergangene Jahr war für Tirols Wirtschaft ein Erfolg. Sehr gute Werte würden laut Walser auf dem Tisch liegen. Wesentlich skeptischer blickt er aber in das gerade erst begonnene Jahr. Es zeichne sich eine klare Trendwende ab.

Konjunktur schwächelt
Der Geschäftsklimawert – dieser spiegelt die aktuelle Lage und die Erwartungen für die kommenden drei Monate wider – liegt aktuell mit 37 Prozentpunkten zwar noch über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, erreicht aber den tiefsten Wert seit Dezember 2015. „Das Problem ist, dass die internationale Konjunktur schwächelt. Davon werden vor allem die Exporte in Tirol betroffen sein“, begründete Walser die pessimistischen Erwartungen. Grund für die schwächelnde Konjunktur seien der Handelsstreit zwischen den USA, der EU und China sowie höhere Zölle. Dadurch werde der Welthandel deutlich gebremst. Kein Wunder also, dass Tirols Unternehmen eher skeptisch sind.

Nur 30 Prozent der Betriebe optimistisch
Von Tirols Leitbetrieben sind im Durchschnitt nur 30 Prozent optimistisch, was die Wirtschaftsentwicklung für 2020 anbelangt. „Insgesamt hat sich damit in den vergangenen beiden Jahren der Optimismus in der Tiroler Wirtschaft deutlich reduziert“, betonte Garbislander. Vor allem bei den Transportunternehmen macht sich Skepsis breit. Lediglich 19 Prozent rechnen mit einer guten Entwicklung. Am meisten Optimismus herrscht mit 44 bzw. 41 Prozent noch bei den Gewerbe- und Bauunternehmen.

Fachkräfte fehlen
Die größte Sorge bereitet den Unternehmen trotz der schlechten Aussichten der Fachkräftemangel. Hier sehen 59 Prozent von ihnen die größte Herausforderung. Laut Walser müsse die Politik daher kräftig in die Ausbildung investieren.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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