23.12.2019 16:08 |

Ewiges Thema

Die Steiermark und der K(r)ampf mit dem Feinstaub

Noch nie zuvor waren die Feinstaubwerte in der Steiermark so niedrig wie heuer. Doch nicht etwa Klimaschutzmaßnahmen haben dazu beigetragen, sondern schlichtweg die günstige Wetterlage. 

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Das sind die guten Nachrichten: Seit Beginn der Messungen war die Feinstaubbelastung in der Steiermark laut dem Verkehrsclub Österreich noch nie so gering wie heuer. Keine einzige Messstelle in der Steiermark wird heuer Österreichs Grenzwert für PM10 Feinstaub überschreiten. Dieser sieht vor, dass an maximal 25 Tagen die Tagesbelastung höher als 50 Mikrogramm PM10 Feinstaub pro Kubikmeter Luft beträgt.

Günstige Wetterlage half mit
Ein Grund zum Aufatmen besteht deswegen aber noch lange nicht. Denn lediglich die günstige Wetterlage war dafür verantwortlich, nicht etwa Klimaschutzmaßnahmen. Die Feinstaubstatistik führt einmal mehr Graz an - mit 16 Überschreitungstagen ist die Belastung in der Murmetropole die höchste in ganz Österreich. Zumindest der Wert liegt unter dem Grenzwert für die Gesamtzahl - 25 - an Überschreitungen. Bei der Messstelle Don Bosco war an 16 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft, bei der Messstelle Graz Süd an 15 Tagen.

Anzahl der Tage mit Tagesfeinstaubbelastung von über 50 Mikrogramm PM 10 pro Kubikmeter Luft
Messwerte 2019:
Graz Don Bosco: 16 Tage
Graz Süd: 15 Tage
Graz Ost: 8 Tage
Weiz: 7 Tage

Vergleich mit 2018:
Graz Don Bosco: 39 Tage
Graz Süd: 30 Tage
Graz Ost: 26 Tage
Weiz: 11 Tage

Maßnahmen gegen Feinstaub
Vor allemm für Ballungsräume ist es laut VCÖ wichtig, Lkw- und Autofahrten zu reduzieren. Dafür benötige es aber mehr Bahn- und Busverbindungen sowie Radschnellwege vom Umland in die Stadt. In den Städten kann mit Verkehrsberuhigung und Begegnungszonen der Anteil von zu Fuß gehen und Radfahren erhöht werden. Zustelldienste sind rascher von schmutzigen Diesel-Fahrzeugen auf Elektro-Transporter und Cargo-Bikes umzustellen, fordert der VCÖ. 

Hohe Feinstaubbelastung zu Silvester
Für temporär hohe Luftverschmutzung sorgen nun zum Jahresende auch Böller, Knallkörper und Feuerwerke. In der Silvesternacht erreichen in vielen Städten die Feinstaubwerte die höchste Belastung des gesamten Jahres. Zusätzlich verursachen abgebrannte Knallkörper und Feuerwerksraketen laut Umweltbundesamt jährlich bis zu 1.000 Tonnen Müll.

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