Trotz mehr Ausbildung:

Noch immer zu wenige Einsteiger in die Altenpflege

Die Einstiege in die Ausbildungen der Altenpflege und -betreuung konnten heuer um rund ein Drittel auf 649 erhöht werden, so Sozialreferentin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Ein Fortschritt, aber noch immer nicht genug, denn Oberösterreich braucht 800 Einsteiger pro Jahr, um den wachsenden Bedarf der kommenden fünf Jahre decken zu können.

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Die diplomierten Krankenpflegeberufe sind schon 2012 auf die Mangelberufsliste gesetzt worden. Mit welchen konkreten Auswirkungen auf die Spitäler, das ist mangels Evaluierung nicht ersichtlich. Nun sind die Pflegeassistenten und Pflegefachassistenten dazu gekommen, damit man auch sie aus Drittstaaten außerhalb der EU holen kann.

Pflegeassistenten in der Altenhilfe
Da Pflegeassistenten bereits in der mobilen Altenbetreuung eingesetzt werden können und in Oberösterreich auch bald in Altenheimen stationär arbeiten dürfen sollen, brächte ein „Import“ dochetwas Entlastung.

„Ein kleiner Puzzlestein“
Daher sieht man in Gerstorfers Sozialressort diese Erweiterung der Mangelberufsliste positiv. Auch wenn man sie nur als „weiterer kleiner Puzzlestein zur Absicherung des Pflegekräftebedarfs“ einstuft.

Ausweitung der Ausbildungsplätze
Vom Volumen her bringt Gerstorfers Maßnahmenpaket zur Ausweitung der Ausbildungsplätze (heuer auf bei weitem nicht ausgenutzte 1080 Plätze) und Motivation von Einsteigern als „Sinnstifter“ aktuell mehr. Immerhin 649 Menschen haben heuer mit der Ausbildung in Sachen Altenpflege begonnen. Allerdings müssten es pro Jahr 800 Einsteiger sein, um den Bedarf an 1600 zusätzlichen Pflegekräften bis zum Jahr 2025 auch zu decken.

LH Stelzer erfreut über Listenausweitung
Vor diesem Hintergrund freut sich LH Thomas Stelzer (ÖVP) über die neuen Pflegekräfte auf der Mangelberufsliste: „Der gemeinsame und hartnäckige Einsatz für eine sichere Pflege in Oberösterreich hat sich gelohnt. Die Erweiterung der Mangelberufsliste ist ein weiterer Schritt, um den Personalengpass in der Pflege zu bewältigen und insbesondere auch um bestehende Mitarbeiter in der Pflege zu entlasten.

Versprechen auf “Altern in Würde„
LH Stelzer erinnert auch an das “Versprechen, dass in Oberösterreich auch in Zukunft das Altern in Würde und ein selbstbestimmter Lebensabend gesichert sein muss. Jeder Oberösterreicher soll sich im Land der Möglichkeiten darauf verlassen können, dass er die beste Pflege bekommt."

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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