16.12.2019 22:15 |

Nach zwei Anschlägen

Haft für Feuerteufel: Ein Brand bleibt ungeklärt

Der junge Angeklagte redet leise und nicht sehr verständlich. Vielleicht ist das der Grund, warum ein erfahrener Kriminalist nach einem Verhör ein Quasi-Geständnis für zwei Brandanschläge in Althofen vernommen haben will. Vor Gericht gab der Feuerteufel jedoch nur eine Tat zu – die Strafe ist saftig genug.

Wie berichtet, wirft Staatsanwältin Nicole Sembach dem 21-Jährigen vor, im März und August auf dem Hof eines Bauern zweimal Feuer gelegt zu haben. Beim ersten Anschlag brannte ein Wirtschaftsgebäude nieder, es entstand hoher Schaden. Bei der zweiten Tat wurde der junge Mann auf frischer Tat ertappt. „Er lag mit einem Feuerzeug unter dem Traktor, Diesel war ausgeronnen“, berichtet ein Zeuge. „Als er wegrannte, verfolgte ich ihn mit dem anderen Traktor und hielt ihn fest.“

Bei der Polizei schlief der mutmaßliche Feuerteufel, der in der Landwirtschaft Schulden abarbeiten musste, erst seinen Rausch aus, dann soll er eine Art Geständnis abgelegt haben. „Er meinte, dass er wohl auch das erste Feuer gelegt haben werde“, präzisierte nun ein Beamter. Der Angeklagte schüttelt den Kopf. „Ich war’s nicht!“ Richter Michael Schofnegger verurteilt ihn letztlich nur wegen versuchter Brandstiftung. Urteil: 28 Monate Haft, inklusive Widerruf, nicht rechtskräftig.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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