13.12.2019 17:00 |

Glyphosat-Verbot

„Müssen EU-Verfahren gegen Österreich riskieren“

Bei „Moment mal“ greifen wir aus der Informationsflut jede Woche ein spannendes Thema heraus und diskutieren das - tiefgehend, konstruktiv und ganz ohne Streiterei. Diese Woche stellen wir uns die Frage: Wie soll es jetzt weitergehen mit dem Glyphosat-Verbot? Zu Gast bei Moderatorin Damita Pressl sind Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker und Umweltschützer bei Global 2000, sowie Lorenz Mayr, Landwirt und stellvertretender Kammerobmann bei der Bezirksbauernkammer Korneuburg. Im Video oben sehen Sie einige Highlights, die vollständige Sendung finden Sie unter krone.at/momentmal.

Glyphosat hätte eigentlich auf EU-Ebene verboten werden sollen, dies konnte dann aufgrund des Alleingangs eines Abgeordneten nicht durchgesetzt werden, erinnert Burtscher-Schaden. Dass ein Mitgliedsstaat ein Herbizid im Alleingang nicht verbieten könne, sei eine Rechtsmeinung, man müsse sich da aber eben durchsetzen und es zur Not auf ein Verfahren ankommen lassen, so Burtscher-Schaden.

Dass ein Verbot auf EU-Ebene optimal wäre, gesteht Burtscher-Schaden ein, aber Konsumenten hätten bei einem Verbot in Österreich zumindest die Möglichkeit, sich für glyphosatfreie Produkte aus Österreich zu entscheiden, sagt er. Außerdem räumt er ein, dass Glyphosat unter den Hunderten zugelassenen noch eines der minder problematischen Pestizide sei.

Lorenz Mayr sieht als Landwirt derzeit für manche Anwendungen keine Alternative: Für den Bodenschutz brauche es etwa ein Totalherbizid wie Glyphosat, erklärt Mayr. Alternativ könne er nur einen noch schädlicheren Cocktail an mehreren Stoffen verwenden oder auf mechanische Verfahren zurückgreifen, die für die Umwelt noch schädlicher wären.

Der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den beiden: Glyphosat sollte am besten nur noch für eine Übergangszeit und nur noch für die pfluglose Bodenbearbeitung verwendet werden. Der Kompromiss wird wie immer bei „Moment mal“ mit einem „High Five“ besiegelt.

Damita Pressl
Damita Pressl
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