11.12.2019 09:00 |

Kurioser Fall in Tirol

Fahrschullehrer-Prüfung ohne Ausbildung bestanden

Bei den theoretischen Führerscheinprüfungen gibt es - wie berichtet - in Tirol wenig Betrugsfälle. Ein kurioser Vorfall hat sich nun aber im Zuge einer Fahrschullehrer-Prüfung zugetragen: Ein Teilnehmer hat diese bestanden, ohne vorab die dafür nötige Ausbildung zu absolvieren. „Es muss schärfer kontrolliert werden“, fordert er.

Aufwendig und mehrere Monate in Anspruch nimmt die Ausbildung zum Fahrschullehrer. Bevor der Einstieg in das Berufsleben möglich ist, muss eine theoretische und praktische Prüfung bestanden werden. Obwohl ein Tiroler seine Fahrschullehrer-Ausbildung nicht vollständig absolviert hatte, ist er dennoch zur Abschlussprüfung angetreten.

„Mir war zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst, dass mir eigentlich noch viel gefehlt hat“, schildert er. Die Prüfung, die von einem Bediensteten des Landes abgenommen wurde, hat der Tiroler auch überraschenderweise bestanden.

„Ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen“
„Erst im Nachhinein habe ich durch andere Fahrlehrer erfahren, dass meine Ausbildung große Lücken aufwies und ich somit einfach durchgerutscht bin. Ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen. Ich könnte nie als Fahrschullehrer tätig sein, ohne all jenes absolviert zu haben, was gesetzlich verpflichtend ist“, erklärt der Tiroler.

Daher hat er den „Schwindel“ bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft gemeldet. „Die Verantwortlichen haben meinen Akt kontrolliert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass tatsächlich etwas nicht stimmen würde“, erklärt er.

Komplette Ausbildung mittlerweile nachgeholt
Der Tiroler hat mittlerweile die komplette Ausbildung nachgeholt und ist bereits als Fahrschullehrer im Einsatz. „Es sollte auf keinen Fall vorkommen, dass ausgerechnet in unserer Branche Kandidaten einfach so durchrutschen. Die Kontrollen gehören daher dringend verschärft“, fordert er.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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