23.11.2019 06:24 |

Einsatz-Rekordzahl

Bis zu 70 Prozent der Landesfläche sind betroffen!

Nach dem Sturmtief „Vaia“ im Vorjahr glaubten viele, es könne nicht schlimmer kommen. Doch die jüngste Serie an Adria-Tiefs hat alles Bisherige übertroffen! 13.000 Feuerwehrmänner standen vergangene Woche im Einsatz, um nach Schnee, Hochwasser und Muren zu helfen. Und immer noch sind 200 Höfe nicht erreichbar.

Die Sturmtiefs, die Kärnten und Osttirol Schneefall und Dauerregen brachten, forderten die Einsatzkräfte. „So etwas hatten wir noch nie!“, erklärt Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin: „Waren bei ,Vaia‘ etwa 30 Prozent der Landesfläche betroffen, so sind es diesmal 70 Prozent!“

1350 Mal rückten die Florianis aus, um Mitmenschen in Notsituationen zu helfen. „300 unserer 399 Kärntner Feuerwehren standen im Einsatz“, bilanziert Robin: „Das Besondere war, dass diesmal bis auf wenige Ausnahmen ganz Kärnten betroffen war. Schnee im Lesachtal, Vermurungen im Mölltal und Überschwemmungen in einigen anderen Regionen.“

Stolz ist der Landesfeuerwehrkommandant auf die hohe Motivation seiner Kameraden: „Alle Einsatzkräfte, die freiwilligen und die behördlichen, arbeiten auf Augenhöhe zusammen, um der Bevölkerung zu helfen.“

Mittlerweile sind die Aufräumarbeiten voll im Gang, dabei sind viele Schadstellen noch nicht einmal erreichbar und 200 Höfe noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Besonders hart getroffen hat es abermals die Forstwirtschaft. 200.000 Festmeter Schadholz sollen nach Windwurf und Schneebruch in den Wäldern liegen; vor allem in jenen Gebieten, die schon durch „Vaia“ massiv geschädigt wurden. Die Schäden am ländlichen Wegenetz und auf Forststraßen werden auf 15 Millionen Euro geschätzt.

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