19.11.2019 12:20 |

Wegen Buschbränden

Giftige Rauchwolke hüllt Metropole Sydney ein

Wegen der zahlreichen Buschbrände im Osten Australiens hat sich eine gefährliche Rauchwolke über die Millionenmetropole Sydney gelegt. Nach Behördenangaben erreichte die Luftverschmutzung ein gefährliches Ausmaß. Menschen mit Atemproblemen wurde empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.

Die Konzentration von Feinstaubpartikeln der Kategorie PM 2,5 lag demnach bei 186 Teilen pro Million - ein Wert vergleichbar mit der weltweiten Smog-Hauptstadt Neu Delhi. Die Behörden rieten den Menschen in Sydney wegen der Feinstaubbelastung von Aktivitäten im Freien ab. PM-2,5-Feinstaubpartikel können durch die Blutbahn in die Lunge eindringen und schwere Atemwegs- und Herzerkrankungen verursachen. Leichtere Symptome sind Augenreizungen und Halskratzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Wert von unter 25 Teilen pro Million.

Mehr als 110 Feuer wüten derzeit
Derzeit wüten in den ostaustralischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland mehr als 110 Feuer, Dutzende von ihnen sind noch nicht unter Kontrolle. Seit dem dieses Jahr ungewöhnlich frühen Beginn der Buschbrände-Saison im September kamen sechs Menschen durch die Flammen ums Leben. Hunderte Häuser wurden zerstört.

Kühleres Wetter hatte die Lage in den vergangenen Tagen etwas entspannt. Am Mittwoch werden aber wieder höhere Temperaturen und trockenere Luft erwartet, die die Buschbrände erneut anfachen dürften. Der Bundesstaat South Australia bereitete sich auf „katastrophale“ Brände vor, weil die Temperaturen auf rund 40 Grad steigen sollten. In dem Bundesstaat wurde daher offenes Feuer vorerst verboten.

Ruf nach mehr Klimaschutzmaßnahmen
Die besonders schlimmen Buschbrände dieses Jahr haben Forderungen nach entschiedenen Klimaschutzmaßnahmen und einem Ausstieg aus fossilen Energien lauter werden lassen. Die konservative Regierung unter Premierminister Scott Morrison stellt aber den Schutz der bedeutenden Bergbauindustrie des Landes über den Klimaschutz.

 krone.at
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