12.11.2019 18:30 |

Strafen drohen

Wirbel nach Bulls-Veto

Österreichs Basketball-Meister Kapfenberg sagte nach den aktuellen politischen Unruhen im Nahen Osten das Europe-Cup-Spiel in Israel bei Nes Ziona am Mittwoch (13. 11.) ab. Die Bulls machten kurzfristig am Flughafen Wien-Schwechat kehrt und reisten nicht nach Israel. Nun ist Europas Basketball-Verband am Wort, was mit der ausständigen Partie passiert. Die Bulls könnte sogar eine sehr harte Strafe treffen!

Mittwoch hätte Kapfenberg das Spiel im Europe-Cup in Israel bei Nes Ziona bestreiten sollen. Wird aber nicht passieren - weil Österreichs Basketball-Meister am Flughafen Wien-Schwechat nach den politischen Unruhen im Nahen Osten kurzfristig beschloss, nicht nach Israel zu reisen. Die Bulls waren erleichtert - ursprünglich wollte man einen früheren Flug nehmen, dann hätte man vor Ort die gefährliche Lage mitbekommen.

Problematisch bleibt die Lage dennoch: Denn der europäische Verband FIBA verschob gemäß Regulativ das Match vorerst nur um 24 Stunden, riet den Bulls zur Anreise, da die Situation „derzeit ruhig sei“. Eine Forderung, der die Kapfenberger aber nach Recherche via Außenministerium (das von einer deutlich verschärften Lage spricht) nicht nachkommen. „Man sieht im TV und im Internet, wie Raketen einschlagen!“, so Bulls-Sportchef Michael Schrittwieser nachdenklich. „Was mich schockiert, ist die Gelassenheit, wie in den Gremien mit der Causa umgegangen wird.“

Eine teure Absage?
Die Spieler sind besorgt. US-Legionäre im Lager der Bulls tauschten sich mit befreundeten Spielern in Israel aus, die ob der Lage das Hotelzimmer nicht verlassen wollen. Die finale Entscheidung, was mit der ausständigen Partie passiert, liegt nun beim Verband. Laut Durchführungsbestimmungen der FIBA könnte es die Kapfenberger im schlimmsten Fall hart treffen: Strafverifizierung (0:20), null Punkte - dazu Straf- und Schadensersatzzahlungen von bis zu 55.000 Euro!

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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