13.11.2019 16:10 |

Goldbohrungen in Muhr

Diese Goldjäger finden, dass Schweigen Gold ist

Außer Spesen nichts gewesen? Oder hat der Lungau doch genug Gold im Boden? Ein Jahr nachdem die australische Firma High Grade Metals in Muhr nach Gold suchte, herrscht Funkstille – trotz des hohen Goldpreises! „Die Ergebnisse waren nicht berauschend, es wurde ungenau gearbeitet“, verrät ein Geologe der „Krone“

Ein Kernbohrer, viele Männer in Gelb und ein leichtes Rattern, das da in Schellgaden zu spüren war: So suchte die australische Firma High Grade Metals im November vergangenen Jahres eifrig nach Gold; mit großen Plänen für 2019.

Aber: Von den Australiern gab es heuer im Muhrer Ortsteil keine Spur. Trotz aufrechter Genehmigung der Montanbehörde trieben die Goldsucher keine weiteren Löcher in die Erde. Über die Bohrungsergebnisse wollen die Bergbau-Profis aus Melbourne derzeit nicht reden...

Ein Geologe berichtet der „Krone“: „Die Ergebnisse der vier Kernbohrungen waren nicht besonders berauschend. Die Vorgehensweise war nicht gut; es wurde ungenau gearbeitet.“ Ob die Goldvorkommen in Schellgaden für einen Abbau reichen, könne man daher nicht beurteilen.

In der Gemeinde Muhr weiß man wenig über die Pläne der Goldsucher: „So schnell wie die im Herbst gekommen sind, waren sie auch wieder weg. Wir haben keine Infos“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Schiefer (ÖVP).

Die große Frage bleibt: Wird der Lungau doch noch zum Gold-Eldorado? Der Salzburger Geologe Werner Paar sieht gute Chancen. Er kennt das Gebiet; er war federführend bei den Probebohrungen im nahen Rotgülden dabei. „Vor allem im Altenberg wäre genug goldhaltiges Erz da, die alten Stollen aus dem 16. Jahrhundert sind zugänglich.“

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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