12.11.2019 16:02 |

„Das ist Irrsinn“

Neun-Minuten-Flug empört Umweltschützer

Nur rund 38 Kilometer liegt das niederländische Maastricht von Lüttich in Belgien entfernt - und trotzdem halten es manche Fluglinien tatsächlich für nötig, ihre Frachtflieger auf diese Strecke zu schicken. So geschehen auch kürzlich bei Qatar Airways, was für Proteste bei Umweltschützern sorgte. „Das ist ein Irrsinn“, sagte Patrick Dessart von der belgischen Gruppe Demain am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mit nur neun Minuten sei dies womöglich die kürzeste Flugverbindung der Welt, doch würden dafür 1,5 Tonnen Kerosin gebraucht. So kurze Flüge sollten verboten werden, fordern die Aktivisten.

Qatar Airways war bereits im Sommer mehrfach von Maastricht nach Lüttich geflogen, als Etappe auf einer Verbindung von Doha nach Mexiko-Stadt. Am Sonntagabend fand laut den Umweltschützern ein weiterer Mini-Flug statt. Dagegen hatte die Gruppe Demain einen Protest am Flughafen organisiert. 

„Optimale und effiziente Nutzung“
Die Fluggesellschaft aus dem Emirat am Persischen Golf sieht darin nichts Besonderes. Ein Sprecher von Qatar Airlines erklärte: „Flüge zur Überführung wie der zwischen Maastricht und Lüttich sind ungewöhnlich, aber im Betrieb manchmal nötig. Sie erlauben es Fluggesellschaften, ihre Maschinen voll zu beladen, was wiederum eine optimale und effiziente Nutzung von Treibstoff sicherstellt. In diesem Fall wurde die Maschine zu einem nahen Flughafen gebracht, der eine Rollbahn mit ausreichender Länge für ein voll beladenes Flugzeug hat.“

Die ultrakurze Verbindung ist laut den Klimaschützern kein Einzelfall: Es gebe auch Frachtflüge von Lüttich nach Köln (etwa 120 Kilometer) und nach Geilenkirchen (rund 56 Kilometer), kritisiert die Gruppe. 

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