AK-Kritik:

Personal-Engpässe kommen im Spitälerplan kaum vor

Oberösterreich bekommt einen Zukunftsplan für die Spitäler und deren Zusammenarbeit mit dem niedergelassenen Bereich. Die Personalsituation kommt darin nur am Rande vor („Es wird Engpässe geben“), was AK-Präsident Johann Kalliauer als Folge einer „Gesprächsverweigerung“ durch das Land Oberösterreich sieht.

Am Freitag wird der „RSG 2025“, der Regionale Strukturplan Gesundheit OÖ, beschlossen – von der Landes-Zielsteuerungskommission, in der Vertreter der Landes und der Sozialversicherung sitzen. Eineinhalb Jahre lang sei sehr breit über die oberösterreichische Gesundheitsversorgung diskutiert worden. Mitarbeiterbefragung habe es aber keine gegeben, wird dazugesagt.

Zwei AK-Spitalsgipfel
Die Sicht der Arbeitnehmer hätte auch die AK einbringen können. Präsident Johann Kalliauer hat Vertreter von Spitalsträgern und andere Akteure des Gesundheitswesens schon zweimal zu Spitalsgipfeln zu Gast. Aber nicht nur sein Vorschlag einer Strategiegruppe zur Überarbeitung der „Gesundheitslandschaft“ blieb ungehört. Auch die große AK-Studie „Personalbedarf und Personaleinsatz in Oberösterreichs Krankenhäusern“ fand keinen Eingang in den RSG.

„Ein bisschen eigenartig“
Den kennt Kalliauer nur aus den Zeitungsberichten: „Leider Gottes hat es da keinen Bedarf gegeben vom Land, mit uns zu reden“, so Kalliauer: „Das ist ein bisschen eigenartig, weil die Hauptträger (des Betriebs, der Veränderungen) sind ja die Beschäftigten.“ Etwa in überlasteten Ambulanzen.

Lugers Linzer Einschau
Auch der Linzer Stadtchef Klaus Luger (SPÖ) hätte einiges beizutragen, nachdem er Anfang 2019 aufgrund von Hilferufen aus der Belegschaft im Uniklinikum eine komissionelle Einschau in die gesamte Linzer Spitalsversorgung veranlasste, deren Ergebnis eigentlich schon vorliegen müsste. Angesichts des überlasteten Personals in den Spitälern trat Luger für „zukunftstaugliche Reformen“ ein.

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