08.11.2019 17:21 |

„Apokalypse lähmt“

Klima: Steinmeier warnt vor Untergangsszenarien

Mit einer eindringlichen Warnung wendet sich der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“. „Wir kommen nicht weiter, wenn wir jede Woche apokalyptische Bedrohungen beschreiben, die kaum zu bewältigen scheinen. Denn Apokalypse lähmt!“, betont Steinmeier.

Der deutsche Bundespräsident zeigt sich in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“, das am Samstag erscheint, überzeugt, „dass die Lösungsfähigkeit der Demokratie gerade bei der Klimapolitik systematisch unterschätzt wird“. Steinmeier wörtlich: „Ich sage das nicht als Großvater mit den weißen Haaren, sondern aus innerer Überzeugung: Ich kenne keine andere politische Ordnung weltweit, die die Möglichkeit zur Umkehr, die Möglichkeit zur Selbstkorrektur so in sich trägt wie die Demokratie.“

„Wer Erwartungen nicht nachkommt, wird abgewählt“
Die weitaus größere Gefahr sieht aber Steinmeier offenbar in der radikaleren Klimaschutzbewegung „Extinction Rebellion“: „Wer meint, dass irgendeine autoritäre Ordnung besser mit den Herausforderungen der Gegenwart umgehen kann, der irrt.“ Dies sei aber keine Ausrede, um notwendige Schritte jetzt nicht zu gehen. „Ganz im Gegenteil: Wer den Erwartungen der Wähler nicht nachkommt, wird abgewählt“, versicherte der 63 Jahre alte SPD-Politiker.

Anders als etwa die Bewegung „Fridays for Future“ rund um die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg sind die Aktivisten von „Extinction Rebellion“ bereit, Gesetze zu brechen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

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