05.11.2019 08:00 |

Nur in der Steiermark

Katastrophen sorgen für 200 Millionen Euro Schaden

„Naturkatastrophen sind die größte Bedrohung für unser Land!“ - Davor warnt Landesrat Hans Seitinger, der am Montag zu einer großen Naturgefahren-Konferenz in die Steinhalle nach Lannach trommelte. Aus gutem Grund, denn die Steiermark ist aufgrund ihrer Topografie und Klimazonen besonders gefährdet. Gemeindevertreter holten sich Handlungsanleitungen für die Zukunft.

Aus der gesamten Steiermark reisten am Montag Gemeindevertreter und Repräsentanten von Einsatzorganisationen nach Lannach, um sich auf einer hochkarätig besetzten Konferenz über die Auswirkungen des Klimawandels zu informieren.

Denn diese bekommt jeder von uns zu spüren: Die Zahl der Tropentage nimmt von Jahr zu Jahr zu, Hochwasserereignisse gibt’s praktisch jeden Sommer, „dazu kommen noch Dürre und Spätfrost“, wie Gottfried Kirchengast vom Wegener Center für Klima und globalen Wandel berichtet.

„Wir bekommen die Rechnung präsentiert“
Landesrat Hans Seitinger räumt allerdings ein, „dass wir die Natur allzu lange provoziert haben und sie uns jetzt die Rechnung dafür präsentiert“. Es seien Fehler in der Raumordnung gemacht worden, die man nun mühevoll korrigieren müsse, so Seitinger, der für die Bewältigung der Katastrophenschäden Jahr für Jahr tiefer in den Budget-Topf des Landes greift: 200 Millionen Euro betrug die Schadenssumme im Vorjahr in der Steiermark (etwa für das oststeirische Gasen), ähnlich hoch ist sie bereits heuer.

„Am stärksten betroffen war Obdach, dazu kam die Schnee-Katastrophe in der Obersteiermark“, weiß der Landes-Agrarier, der außerdem vorrechnet, dass in den vergangenen 16 Jahren 750 Millionen Euro in 1500 Hochwasserschutz-Maßnahmen investiert wurden.

Schutzwälder immer wichtiger
Aus den Unwettern der Vergangenheit leitet er sieben wesentliche Schlüsse ab:

  • Es gibt eine Eigenverantwortung bei der Vorsorge. 
  • Bei der Raumplanung muss nachjustiert werden.
  • Der Bau von Schutzbauten wird forciert.
  • Schutzwälder gewinnen an Bedeutung.
  • Intelligente Prognose- und Warnsysteme sollen weiterentwickelt werden.
  • Aktiver Klimaschutz ist das Gebot der Stunde.
  • Internationale Kooperationen und Wissenstransfer werden wichtiger.
Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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