Senioren gefährdet

Opfer stand Räubern „Aug in Aug“ gegenüber

Mit einer Waffe bedroht, überfallen und eingesperrt in der eigenen Wohnung - ein Albtraum! Dieser wurde für eine 70-Jährige in Andrichsfurt Realität. Laut Ewald Kronawitter, Präventionsspezialist vom LKA, seien vor allem ältere Personen gefährdet, die Räuber zu sich ins Haus zu lassen

Schock für eine Pensionistin (70): Am Donnerstag um 8.45 Uhr in der Früh drangen zwei Unbekannte gewaltsam in ein Einfamilienhaus in Andrichsfurt ein. Ingeborg K. war alleine Zuhause. Die Eindringlinge bedrohten sie mit einer Faustfeuerwaffe. Die Pensionistin gab ihnen Geld, danach sperrten sie die Einbrecher in der Toilette ein - wir berichteten. Nachdem die geschockte Frau zwei Stunden lang um Hilfe geschrien hatte, befreite sie ein Nachbar. Die Pensionistin musste ins Krankenhaus, von den Räubern fehlt jede Spur.

Gefährliche Hilfsbereitschaft
„Solche Fälle passieren Gott sei Dank eher selten. Bei einer Home-Invasion hat die Auswahl der Opfer meist auch einen Hintergrund. Man sollte zum Beispiel nie zur Schau stellen, wenn man sehr viel Geld hat, das lockt Straftäter an“, so Kronawitter. Im aktuellen Fall drangen die Männer gewaltsam in das Haus ein, es kommt aber auch vor, dass einfach angeläutet wird. „Hier sind vor allem ältere Menschen gefährdet. Wenn jemand vor der Tür steht, machen sie einfach auf, weil sie hilfsbereit sind. Das kann gefährlich werden. Ein Hilfsmittel sind hier zum Beispiel Zusatzschlösser, damit die Tür nur 10 Zentimeter weit aufgeht“, so der Präventionsexperte.

Keine Gegenwehr leisten
Sind die Eindringlinge im Haus, sollte man sich ihnen auf keinen Fall in die Quere stellen und machen, was sie verlangen. „Wenn der Gauner möchte, dass man den Tresor öffnet, dann macht man das auch“, so Kronawitter.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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