Maggies Kolumne

Alle Seelen zählen

Am 2. November ist Allerseelen - für viele Österreicher der Gedächtnistag für Verstorbene. Die meisten von uns mussten bereits geliebte Menschen, aber auch ans Herz gewachsene Vierbeiner gehen lassen - ein Schmerz, der oft genau so tief geht.

Und die Wahrheit ist, für Millionen Lebewesen kommt der Tod durch Menschenhand. Denn sogenannte Nutztiere sterben für unseren Konsum. Für mich macht es daher Sinn, immer wieder meinen Appell an alle zu richten: Ehrt das Leben und den Tod! Das bedeutet, liebevoll und verantwortungsbewusst auch mit Rind, Ferkel, Gans, Ziege, Pute und Hühnern umzugehen. Das Kalb oder Schwein am Teller war einst lebendig und ist für unsere Mahlzeit gestorben. Wir schulden dem Vierbeiner ein tiergerechtes Dasein ohne Schmerz und Angst, bis es geschlachtet wird.

Für Millionen männliche Küken kommt der Tod bereits kurze Zeit nach dem Schlüpfen - sie sind für die Industrie nicht „wirtschaftlich“ und werden daher geschreddert oder vergast. In der Schweiz wurde ebendieses Kükenschreddern gerade verboten - kein Grund zum Jubeln allerdings, denn die Tötungsmethode war ohnehin kaum verbreitet und es wird weiterhin vergast. In Österreich ist beides nach wie vor erlaubt - entsprechende Gesetzesänderungen wurden von ÖVP und FPÖ abgelehnt. Dabei gibt es bereits die Geschlechtsbestimmung im unbebrüteten Ei und die sogenannten Zweinutzungshühner - entsprechende Projekte ziehen auch die Hähne auf, mästen und schlachten sie schließlich. Lassen Sie uns das Leben ehren! Denn jedes einzelne ist wertvoll.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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