31.10.2019 13:59 |

Strenge Auflagen

Historische Gebäude im Pongau auf dem Prüfstand

Sie sind nostalgische Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten: Das Mesnerhaus in Werfenweng und das ehemalige Gericht in Werfen. Die Gemeinden wollen die Jahrhunderte alten Gebäude nun für mehr Wohnraum und stärkere Ortsbelebung nutzen. Dafür muss das Denkmalamt grünes Licht geben...

„Ich finde, dass man die drei denkmalgeschützten Gebäude in unserer Gemeinde für alle nutzbar machen sollte“, betont Hubert Stock, Bürgermeister von Werfen. Konkret bedeutet das: mehr Wohnraum.

An der Umsetzung des Projekts hapert’s zurzeit aber. Der Grund: die teils strengen Auflagen des Denkmalamts. „Beim Gerichtsgebäude zum Beispiel ist der Dachboden für Wohnnutzung komplett ungeeignet“, so der Ortschef.

Das könnte noch zum Problem werden: „Wenn der Investor aus diesem Grund abspringt, geht das historische Gebäude zurück an die Gemeinde, bleibt ungenützt und ist quasi langfristig zum Sterben verurteilt“, schildert der Bürgermeister das Worst-Case-Szenario. Eva Hody, Leiterin des Bundesdenkmalamtes in Salzburg argumentiert hingegen: „Es geht bei den Anforderungen vor allem um Sicherheit und die Erhaltung des Hauses. Das Gerichtsgebäude stammt schließlich aus dem späten 16. Jahrhundert.“ Grünes Licht gab es bereits für ein Sanierungsprojekt in Werfenweng.

Altes Mesnerhaus wird Ort der Kommunikation

„Im Laufe der vergangenen Jahre ist das Mesnerhaus verfallen. Wir wollen das Gebäude jetzt sinnvoll nutzen und den Bürgern zur Verfügung stellen “, erklärt Peter Brandauer, Bürgermeister von Werfenweng.

Geplant ist ein Haus der Kommunikation für Seminare, Stammtischrunden oder Geburtstagsfeiern. Ein Treffpunkt für alle also. Für wirklich alle, wie Brandauer betont:„ Wir wollen das Haus barrierefrei machen. Was bei so alten Gebäuden nicht ganz so einfach ist.“ Bis das Projekt ins Rollen kam, seien einige Jahre vergangen. Pläne wurden gezeichnet, verworfen, dem Denkmalamt vorgelegt. Schlussendlich gab es grünes Licht. Läuft alles nach Plan, sollten die Sanierungsarbeiten im Winter beginnen.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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