Nach Ayurveda-Lehre

Bunt und für die Seele: So geht Fasten auf indisch

Salzburg
18.02.2026 07:00

In St. Koloman bieten Patrick und Sara Sellier Kuren nach der indischen Lehre vom Ayurveda an. Dabei geht es nicht nur ums Abnehmen – sondern auch ums Loslassen von Liebeskummer und schlechten Nachrichten. 

Gelber Dal, ein Brei aus Linsen. Saftige Rote Bete, oranger Kürbis, leicht gebräunter Karfiol, sattgrüner Petersiliensalat, ein frisch in Fett ausgebackenes Kichererbsen-Reis-Bällchen und dazu ein Klecks orange-klebriges Mango-Chutney. Und das soll ein Fastenessen sein?

Ja, tatsächlich. Patrick Sellier und seine Frau Sara haben sich der indischen Heilkunst Ayurveda verschrieben und bieten in der Tauglerei in St. Koloman Kuren an. Verhungern muss hier keiner – im Gegenteil.

Körper und Seele sollen beide gereinigt werden
Nach dem ayurvedischen Fasten kommen bei jeder Mahlzeit alle Geschmacksrichtungen auf dem Teller vor: nicht nur süß und salzig, sondern auch scharf, sauer, bitter und „zusammenziehend“ (mit Gerbstoffen wie etwa Walnüsse oder Kichererbsen).

Linsen-Dal, rote Bete, gebackener Karfiol und Kürbis, Petersiliensalat, Mango-Chutney und ...
Linsen-Dal, rote Bete, gebackener Karfiol und Kürbis, Petersiliensalat, Mango-Chutney und Kichererbsenreisbällchen.(Bild: Markus Tschepp)

Genau so sind auch die bunten Teller in der Tauglerei konzipiert. „Im Ayurveda geht es beim Fasten darum, dass Körper und Seele gereinigt werden“, erklärt Sara.

„Der Grund fürs Fasten ist, dass das Verdauungsfeuer anläuft“, sagt Patrick. So soll man Schlacken, also überflüssige Ablagerungen im Körper loswerden. Aber eben gerade auch um emotionale Themen, die sich im Geist festsetzen, wie etwa eine schlimme Trennung oder die Nachrichtenlage. „Unverdautes wieder verdauen“, so erklärt Patrick das Prinzip.

Auch wenn man grundsätzlich essen darf, spielt Verzicht dennoch eine Rolle. Patrick erklärt das so: „Was ist zu viel? Was hat sich angestaut?“ Das sei aber individuell unterschiedlich und beziehe sich nicht nur auf Essen: „Handyfasten ist eine extrem gute Idee!“

Direkt neben der Kirche liegt die Tauglerei in St. Koloman.
Direkt neben der Kirche liegt die Tauglerei in St. Koloman.(Bild: Markus Tschepp)

Gar nicht so anders als im Christentum
Patrick, der selbst im Pfarrgemeinderat ist, findet das ayurvedische Fasten nicht so anders als das christliche. In beiden Fällen gehe es schließlich darum, sich den Raum zu geben, um das Alte zu verdauen. Aber auch die Selliers weichen manchmal ab: „Wir haben gerade Fleischkrapfen von den Nachbarn bekommen“, sagt Patrick beim Besuch der „Krone“ und lacht.

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