27.10.2019 06:00 |

„Lebensverändernd“

Museumsbesuch deckt Brustkrebserkrankung auf

Ein Museumsbesuch kann eine lebensverändernde Erfahrung sein. Einer Britin dürfte dieser sogar ihr Leben gerettet haben. Als die 41 Jahre alte Bal Gill gemeinsam mit ihrer Familie bei ihrem Besuch der schottischen Hauptstadt Edinburgh aus purem Zufall das Museum „Camera Obscura and World of Illusions“ besuchte, sollte eine Wärmebildkamera aufdecken, dass die Britin an Brustkrebs erkrankt ist.

Wie die 41-Jährige auf der Homepage des Museums berichtet, sei sie im Mai des heurigen Jahres im Zuge der Schulferien mit ihrer Familie nach Edinburgh gereist. „Wir waren im Edinburgh Castle und auf dem Weg nach unten sahen wir das Museum“, berichtet die Britin. Als sie dann in einen Raum mit einer Wärmebildkamera kam, machte sie gemeinsam mit ihren Angehörigen Fotos.

„Hitzefleck an meiner linken Brust“
Doch bei näherer Betrachtung sollte die 41-Jährige etwas Ungewöhnliches feststellen: „Dabei bemerkte ich einen roten Hitzefleck an meiner linken Brust. Wir fanden es seltsam“, so die Britin, da sich ein solcher Fleck nicht auf den Fotos der anderen befunden hatte. Also machte sie mit ihrem Handy ein Foto von der Aufnahme.

Die Britin maß dem Fleck zunächst keine größere Bedeutung bei, als ihr das Foto jedoch Tage später erneut unterkam, begann sie im Internet zu recherchieren - und vereinbarte aufgrund der dabei gefundenen Ergebnisse einen Arzttermin. Und der Mediziner sollte in der Folge tatsächlich die schockierende Diagnose stellen. „Wie sich herausstellte, habe ich Brustkrebs, zum Glück in einem sehr frühen Stadium“, berichtet Gill weiter. Seither befindet sie sich in Behandlung, ließ bereits zwei Operationen über sich ergehen. Eine weitere soll noch folgen, erklärt die 41-Jährige.

„Ohne diese Kamera hätte ich es nie gewusst“
„Ich wollte mich nur bedanken“, erklärt die Britin, „ohne diese Kamera hätte ich es nie gewusst.“ Zwar sei sie sich bewusst, dass dies nicht die eigentliche Funktion der Wärmebildkamera sei, „aber für mich war es ein lebensverändernder Besuch“, schreibt die 41-Jährige. „Ich kann nicht genug davon erzählen, wie mein Besuch in der Camera Obscura mein Leben verändert hat.“

„Wir waren sehr gerührt, als Bal sich mit uns in Verbindung setzte, um uns von ihrer Geschichte zu berichten“, erklärt Andrew Johnson, der Leiter des Museums. „Wir wünschen ihr für ihre Genesung alles Gute und hoffen, sie und ihre Familie in Zukunft kennenzulernen.“

Hinweis: Infrarot-Thermografie stellt keine Alternative zur Mammografie dar, da die Ergebnisse zu hohe Fehlerquoten aufweisen. Sie sind daher nicht aussagekräftig genug, um eine Krebserkrankung ausschließen oder bestätigen zu können. 

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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