Mit Öffis zu Coups

200 unversperrte Autos geplündert: In Linz gefasst

Endlich hat die Polizei ihn erwischt: Ein Rumäne (21) soll seit Anfang September insgesamt 200 unversperrte Autos in Linz sowie in mehreren oberösterreichischen Bezirken geplündert haben. 

Seit Anfang September 2019 war im Stadtgebiet von Linz sowie in den Bezirken Wels-Land, Linz-Land, Freistadt, Urfahr-Umgebung, Perg, Kirchdorf und Amstetten ein starker Anstieg von Diebstählen aus unversperrten Fahrzeugen zu verzeichnen. Aus diesem Grund wurden koordinierte Ermittlungen der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Oberösterreich mit den Ermittlern der betroffenen Bezirke durchgeführt.

Beim Bahnhof festgenommen
In den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 2019 konnte am Linzer Hauptbahnhof ein 21-jähriger Rumäne mit einem hochwertigen Mountainbike und diversen Gegenständen (Münzen in kleiner Stückelung, Einkaufsgutscheine) angetroffen werden. Die Person entsprach der Beschreibung des vermutlichen Täters bei mehreren derartigen Diebstählen. Konfrontiert mit den vorliegenden Erkenntnissen gestand der Rumäne die zurückliegenden Diebstähle aus den unversperrten Fahrzeugen sowie den Diebstahl des mitgeführten Fahrrades in Kirchdorf an der Krems.

Abbruchhaus als Quartier
Nach bisherigen Erkenntnissen und Aussagen des Verdächtigen hielt er sich seit Anfang September 2019 im Stadtgebiet von Linz auf. Er nächtigte in einem Abbruchhaus und begab sich beinahe täglich auf Diebstouren, die er entweder im Stadtgebiet Linz oder in den angrenzenden Bezirken durchführte. Er verwendete dabei öffentliche Verkehrsmittel und kehrte dabei häufig erst in den Morgenstunden nach Linz zurück. Mit dem Erlös aus den Diebstählen - häufig Münzen in geringem Wert, Zigaretten, Messer, Feuerzeuge etc. - finanzierte er seinen Aufenthalt in Linz.

200 Autos durchsucht
Seit 4. September nahmen Polizisten insgesamt 137 Diebstahlsanzeigen aus Kraftfahrzeugen auf. Laut Aussagen des Verdächtigen durchsuchte er rund 200 unversperrte Fahrzeuge. Die große Anzahl der unversperrten Fahrzeuge, die im Zuge der Ermittlungen bekannt wurde, war selbst für die Ermittler eine Überraschung. Trotz zahlreicher Kampagnen und den laufenden Berichterstattungen in den Medien sind immer noch Dutzende Fahrzeuge unversperrt abgestellt.

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