19.10.2019 10:54 |

Konkurrenz chancenlos

Eine ganz linke Nummer der Bullen

Da hat die Konkurrenz wieder einmal nur das Nachsehen. Österreichs Serien-Meister Red Bull Salzburg erzielt Tore am Fließband - besonders aber mit einem Körperteil.

Sie sind schon fies, diese Bullen. Mal mit Köpfchen, mal mit rechts. Die Mannen von Jesse Marsch haben es auf jede erdenkliche Form drauf. Vor allem aber mit links. 25 Liga-Treffer (von insgesamt 46) verbuchte der Serien-Meister in dieser Saison bereits mit diesem Fuß. Schwer zu erraten, dass diese linke Nummer der Bullen Bestwert ist!

Salzburg: Mehr Tore mit links als zehn Teams insgesamt

Viel mehr noch: Mit Ausnahme des WAC, der bei 27 Treffern hält, hat kein einziger Klub insgesamt die Marke der Serientäter erreicht. Die Austria (14 Tore) und Sturm (15) kommen zusammen auf unwesentlich mehr. „Das liegt wohl an Erling Haaland“, grinste Trainer Jesse Marsch, als ihn die „Krone“ darauf aufmerksam machte. In der Tat ist die Treffsicherheit des Norwegers mit seinem stärkeren Fuß ein wichtiger Baustein.

Zehn Treffer erzielte er damit bereits. Doch auch Patson Daka (fünf), Sekou Koita (vier), Hee-Chan Hwang (drei), Masaya Okugawa und Andreas Ulmer (je ein Tor) waren als linke Agenten im Einsatz.

Ergänzend für alle Mathematiker, denen noch ein Treffer fehlt: Auch das Eigentor von WAC-Akteur Michael Sollbauer beim 5:2-Heimtriumph der Marsch-Elf fiel mit links.

Ulmer sieht besonderen Vorteil bei Standards

„Ob es direkt vor dem Tor etwas ausmacht, ob du mit links oder rechts schießt, weiß ich nicht“, meinte Kapitän Ulmer. Im Endeffekt sei es schließlich auch egal, mit welchem Körperteil man treffe. „Es ist aber sicher unangenehmer, wenn du auf dem Flügel einen Links- und einen Rechtsfuß hast. Dasselbe gilt für die Innenverteidigung oder die Außenpositionen.“

Ein weiterer großer Vorteil sind zudem die ruhenden Bälle. „Natürlich macht sich das bei Standards bezahlt“, bestätigt der 33-Jährige Jung-Papa. Die Zahlen in dieser Saison untermauern seine Aussage. So erzielten die Bullen, die in den letzten zwei Jahren bei Offensiv-Standards nur selten glänzen konnten, bereits sieben Liga-Treffer nach Eckbällen oder Freistößen.

Christoph Nister
Christoph Nister
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