ÖFB-Boss sauer

Nationalstadion: Zwischen Schande und Hendlsteig

Links ein Notausgang, rechts einer und dazwischen ein Podium, auf dem auch ÖFB-Präsident Leo Windtner Platz genommen hatte. Ein Bild, das plötzlich Symbolcharakter bekam, als LASK-Boss Siegmund Gruber bei einer Diskussion an der Uni Linz das Stichwort „Nationalstadion“ erwähnt hatte. Windtner ließ danach erahnen, wie verzweifelt der ÖFB einen Ausweg in Form einer Lösung benötigt.

Laut einer UEFA-Analyse unter 55 Mitgliedsländern sei Österreich, was die Infrastruktur des Verbandes und des Nationalteams betreffe, unter den letzten 15, erklärte Windtner. Dazu, dass eine 50.000er-Arena „der Volkswirtschaft zumutbar“ sei, zumal die langfristig kein Defizitgeschäft wäre. Die Diskussion darüber nannte er eine „Schande“.

Und als Problem ortete er, dass der Sport von manchen politschen Repräsentanten zwar auf den Lippen getragen werde, „aber nicht im Herzen und schon gar nicht im Kopf.“ Wobei der ÖFB-Boss auch Versäumnisse im Schwimmsport, in der Leichtathletik und im Volleyball ansprach. Ja, sogar der ÖSV habe Infrastrukturprobleme, wollte er wissen. Im Gegensatz zu Kroatien und Skandinavien, weil es dort eine völlig andere Einstellung seitens der Politik gäbe, betonte Windtner.

Der in Linz gerade ein vom ÖFB angemietetes Büro bezogen hat. Was dem Platzmangel in Wien geschuldet ist. O-Ton: „Die EU hat Hendl-Batterien verboten - im ÖFB-Headquarter, das seit 30 Jahren im Happel-Stadion untergebracht ist, müssen wir aber wie in einem Hendlsteig agieren, so wenig Platz gibt’s da ...“

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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