19.10.2019 06:00 |

Bescheid wurde erteilt

Aparthotel in Zell am See jetzt durchgeboxt

Jetzt ist es fix: Das „Hotel Garni“ auf Bundesforstegrund in Zell am See, das alle Alarmglocken hinsichtlich falscher Zweitwohnsitze schrillen lässt, darf gebaut werden. Der Antrag wurde von der Bezirkshauptmannschaft nun baurechtlich genehmigt. Die Kritik verstummte, weil das Gesetz keine Möglichkeiten zulässt.

Stadtgemeinde, auch die Feuerwehr und zahlreiche besorgte Bürger aus der Nachbarschaft sehen das Projekt kritisch und bekämpfen es seit Jahren. Nicht einmal Tanklöschfahrzeuge könnten im Ernstfall zum Grundstück zufahren, so die Bedenken. Auch der zu klein dimensionierte Frühstücksraum und die niedrige Personal-Zahl erhärten den Verdacht, dass hier Wohnungen weiterverkauft und Zweitwohnsitze entstehen könnten.

Genehmigt hat es die Bezirkshauptmannschaft trotzdem. Die Gesetzeslage habe keine andere Möglichkeit zugelassen, heißt es in Zell am See. Kommentieren will Bezirkshauptmann Bernhard Gratz die Entscheidung nicht. Er beruft sich auf die Verschwiegenheit. Der Linzer Bauträger, der das „Hotel“ entwickelt, hat jetzt einen frischen Bescheid in der Hand und will demnächst mit dem Bau starten.

Gut in Erinnerung ist bei Zweitwohnsitz-Gegnern noch ein rarer Erfolg aus Leogang: Bürgermeister Josef Grießner gelang es im Winter 2018, ein Appartementhaus abzulehnen.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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