17.10.2019 11:00 |

Kinderarmut

Alltag für viele Familien nicht mehr leistbar

In ganz Salzburg wird heute auf Kinderarmut aufmerksam gemacht. Für rund 20 Prozent aller Kinder ist dieser Begriff mehr als nur eine Worthülse. Für den täglichen Bedarf zum Leben fehlt das Geld, darüber zu reden fällt jedoch schwer. Vera Schlager von den Kinderfreunden ist in ihrer täglichen Arbeit damit konfrontiert.

22.000 Kinder unter 19 Jahren leben in Salzburg unter der Armutsgrenze oder sind armutsgefährdet. Das Land liegt damit bei Kinderarmut im Bundesländervergleich an zweiter Stelle. Für die Präsidentin der Salzburger Volkshilfe, Ingrid Riezler-Kainzner, jedoch kein Wunder: „Die Mieten sind bei uns im Vergleich zum Einkommen sehr hoch.“ Oft bleibt Kinderarmut laut der Geschäftsführerin der Salzburger Kinderfreunde Vera Schlager unentdeckt. Schlager ist täglich damit konfrontiert. „Für die Kinder bedeutet ein Leben unter oder an der Armutsgrenze einen Einschnitt in das tägliche Leben“, weiß Schlager, die auch in der Armutskonferenz engagiert ist.

Was viele Kinder als alltäglich empfänden, sei für die 22.000 Jugendlichen unter 19 Jahren schier unerschwinglich. „Egal ob es um einen Teddybär, einen Schlafsack für Ausflüge oder Sportschuhe geht“, sagt Schlager. Das Schamgefühl für die eigene Situation ist dabei laut ihr bei betroffenen Kindern oder Familien stark ausgeprägt. Darüber zu sprechen, falle nicht immer leicht. „Oft muss man Nachbohren, damit die Jugendlichen von ihrer finanziellen Situation erzählen.“ Schlagers Organisation greift dann den Eltern unter die Arme. „Diese Notwendigkeit muss sich in Zukunft dringen ändern“.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen