01.10.2019 14:49 |

Seuchenalarm in Ungarn

Hunderte Schweinepest-Fälle in Wildgehege

Hunderte an der Afrikanischen Schweinepest verendete Wildschweine sind vor Kurzem in einem Wildgehege in der ungarischen Hauptstadt Budapest entdeckt worden. Derzeit würden die restlichen Tiere des abgezäunten Geheges in Budakeszi erschossen, sagte Landesveterinär Lajos Bognar am Dienstag dem staatlichen Fernsehsender M1. Es sei mit Sicherheit davon auszugehen, dass Menschen das Virus in das Wildgehege eingeschleppt haben.

Denn im betroffenen Gebiet waren bisher weder in freier Wildbahn noch in landwirtschaftlichen Betrieben Erkrankungen festgestellt worden, wie Bodnar feststellte. Es bestehe auch kein Zusammenhang zu den jüngst in Ostungarn aufgetretenen Schweinepest-Fällen. Entlang des Flusses Theiß waren immer wieder Kadaver einzelner frei lebender Wildschweine gefunden worden, bei denen die Viruserkrankung nachgewiesen wurde. Erfasste Erkrankungen bei Hausschweinen gibt es in Ungarn bisher nicht.

Virus für Menschen ungefährlich
Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die vor einiger Zeit nach Europa eingeschleppt wurde. Sie führt bei Wild- und Hausschweinen häufig nach kurzer Krankheit zum Tod. Es gibt keine Impfstoffe gegen die Infektion. Für andere Tierarten und den Menschen ist das Virus ungefährlich. Übertragen wird der Erreger in Europa vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren - Sekrete, Blut, Sperma - sowie das Fressen von Speiseabfällen. Bei einer Ausbreitung drohen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen.

Dänemark hatte Anfang des Jahres mit dem Bau eines Wildschweinzauns als vorbeugende Schutzmaßnahme begonnen. An Österreichs Grenzen werden seit geraumer Zeit strengere Zollkontrollen durchgeführt. Vor allem private Fleischtransporte aus Serbien stehen im Visier. In Serbien hat sich die Schweinepest in den vergangenen Monaten rasant verbreitet.

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