21.09.2019 11:31 |

Millionen auf Demos

Weltweite Klimastreiks: „Das ist erst der Anfang!“

Am Freitag fiel der Startschuss für die „Week of Future“, sieben Tage lang wird rund um den Globus intensiv für mehr Klimaschutz gestreikt. In mehr als 150 Ländern und Tausenden Städten auf allen Kontinenten gingen Menschen auf die Straßen, um stärkere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu fordern. Auch in Österreich folgten viele Personen dem Aufruf der Kampagne „Fridays for Future“. Greta Thunberg begrüßte die rege Teilnahme an den Demonstrationen und ließ die Welt wissen: „Wenn du der kleinen Anzahl von Menschen angehörst, die sich von uns bedroht fühlt, dann haben wir sehr schlechte Nachrichten für dich: Das ist erst der Anfang. Veränderung kommt - ob du es willst oder nicht.“

In der ganzen Welt - von Australien, den Philippinen und Japan bis Indonesien, Deutschland, Großbritannien und den USA - wurde am Freitag für mehr Klimaschutz gestreikt. Millionen Menschen schlossen sich den unzähligen Demonstrationen rund um den Globus an. Selbst in den entlegensten Gebieten wurde ein Zeichen gesetzt, Politikern eine klare wie unmissverständliche Botschaft geschickt.

„Veränderung kommt“
Klimaaktivistin Greta Thunberg freute sich über den Zulauf, postete auf Twitter eifrig Fotos von Demonstrationen in aller Welt. Sie lässt die Welt wissen: „Wenn du zu der kleinen Zahl von Menschen gehörst, die sich von uns bedroht fühlt, dann haben wir sehr schlechte Nachrichten für dich: Das ist erst der Anfang. Veränderung kommt - ob du es willst oder nicht.“

Aufstehen, bevor es zu spät ist
Selbst in Antarktis wurde gestreikt. Polarforscher Kim Bernard postete ein Foto von neun Klimaaktivisten mit folgender Beschreibung: „Der Klimawandel ist keine ferne Zukunftsperspektive, er ist die Realität von heute. Es ist Zeit zum Aufstehen, bevor es zu spät ist. Wir unterstützen euch, Streikende fürs Klima. Mit Liebe und Hoffnung aus der Antarktis.“

Schulfrei für 1,1 Millionen Kinder
In New York folgten Tausende Menschen Greta Thunbergs Aufruf, sich einer der größten Kundgebungen anzuschließen. Im Big Apple werden zahlreiche Regierungschefs - auch eine österreichische Delegation unter Führung von Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen ist vor Ort - zu einem Klimagipfel der UNO erwartet, zu welchem Thunberg mit einem Segelboot angereist war. Van der Bellen will den Gipfel nutzen, um dort für „mehr Mut bei Klimaschutzmaßnahmen zu werben“, wie er dem geschäftsführenden „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann im Vorfeld in einem Interview erläuterte.

„Das ist sehr überwältigend“
1,1 Millionen Schüler von 1800 New Yorker Schulen erhielten die Erlaubnis, für die Teilnahme an der Demonstration am Freitag dem Unterricht fernzubleiben. Eine erste von Thunberg initiierte Demo in Washington vor dem weißen Haus war zahlenmäßig überschaubar geblieben. Die 16-Jährige ließ sich jedoch nicht verunsichern: „Es sind viele Leute, viel mehr als, glaube ich, irgendjemand erwartet hatte", motivierte sie ihre Mitstreiter. Und: „Das ist sehr überwältigend.“

Demos auch im krisengeschüttelten Hongkong
Weltweit sollten mehr als 5000 Protestaktionen stattfinden. Besonders engagiert zeigten sich auch jene Menschen, die die Auswirkungen des Klimawandels bereits am eigenen Leib spüren. So etwa auf den Philippinen, die nach Angaben von Experten besonders vom steigenden Meeresspiegel und von immer stärkeren Stürmen bedroht sind, etwa von Taifunen.

Proteste in ganz Asien
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta - welche sich am Samstag überdies am „World Cleanup Day" beteiligt - hielten Schüler Plakate von Thunberg in die Höhe, in Taiwan wurde die Erde symbolisch zu Grabe getragen.

Protestaktionen von Klimaschützern gab es auch in Hongkong, wo es in den vergangenen Monaten immer wieder Demonstrationen der Demokratiebewegung gegeben hatte. Auf dem afrikanischen Kontinent schlossen sich Aktivisten in Kenias Hauptstadt Nairobi dem Klimastreik an. In Uganda versammelten sich Hunderte Schulkinder am Stadtrand von Kampala, um von der Regierung mehr Engagement im Klimaschutz zu fordern.

Rackete in Berlin
Auch in Deutschland gab es zahlreiche Proteste. Tausende lauschten der Rede von Carola Rackete in Berlin. Die Kapitänin hatte mit der Sea-Watch 3 insgesamt 53 aus Libyen kommende Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet und internationale Berühmtheit erlangt.

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