20.09.2019 17:39 |

SPÖ-Antrag gescheitert

Doch kein schnelles Ende für die Maklerprovisionen

Die Maklergebühren für die Wohnungssuche werden entgegen zahlreicher politischer Ankündigungen vorerst weiter vom Mieter bezahlt werden müssen - eine Abschaffung vor der Wahl geht sich nicht mehr aus. Der Fristsetzungsantrag der SPÖ blieb in der Sondersitzung des Nationalrats am Donnerstag ohne Mehrheit. Die Sozialdemokraten kritisierten am Freitag, dass die ehemaligen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ sowie die NEOS gegen den SPÖ-Antrag gestimmt hätten.

Die ÖVP hatte im Wahlkampf ihre Position geändert und erklärt, dass die Maklerprovision künftig de facto nur noch vom Vermieter bezahlt werden solle. Ein solches „Bestellerprinzip“, also dass das Honorar derjenige zahlt, der die Leistung auch bestellt, gibt es unter anderem in Deutschland. Derzeit dürfen Immobilienmakler in Österreich Mietern bis zu zwei Monatsmieten als Provision verrechnen.

Geplänkel um roten und türkisen Antrag
Die ÖVP hatte im Vorfeld der Sondersitzung erklärt, den SPÖ-Antrag nicht zu unterstützen, und einen eigenen angekündigt. Ein Fristsetzungsantrag sei aber ohne Zuweisungssitzung nicht möglich gewesen, erklärte eine Sprecherin des ÖVP-Klubs. Daher habe man einen Entschließungsantrag eingebracht. Ein solcher ist allerdings nur unverbindlich.

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