Mischkulturen-Sager:

Für Landesrat gibt es sogar Schelte vom Bruder

FP-Landesrat Wolfgang Klinger (60) und seinen Bruder Willi (62) trennen beim Alter nur zwei Jahre, bei der politischen Einstellung aber Lichtjahre. Deshalb kam der Ältere gestern, Dienstag, bei der Ernennung zum Geschäftsführer von Wein & Co. nicht um Fragen zu den umstrittenen Aussagen seines Bruders herum.

Lange wurde spekuliert, nun ist es fix! Mit 1. Jänner übernimmt Willi Klinger die Geschäftsführung von Österreichs führender Weinhandelskette Wein & Co. „Die Rückkehr zum Unternehmen ist für mich mit großen Emotionen verbunden. Vor 26 Jahren war ich dabei, als wir mit dem Gründer Heinz Kammerer dieses Baby auf die Welt brachten“, ließ der 62-Jährige wissen.

Emotionale Reaktion
Emotional reagiert er aber auch auf die Aussagen seines Bruders Wolfgang im „Krone“-Interview. Unter anderem sagte der FP-Landesrat, dass Mischkulturen nicht vorteilhaft sind.

Verbale Fehlleistungen
„Diese verbalen Fehlleistungen kritisiere ich scharf. Ich bin enttäuscht. Wir sind alle eine Mischkulanz“, ärgert sich Willi Klinger. Ihm stößt auch sauer auf, dass die Familie nun ins rechte Eck gedrängt wird. „Wir sind definitiv keine tiefblaue Familie. In unserem Wirtshaus in Gaspoltshofen haben wir uns stets um Weltoffenheit bemüht, sonst wäre der Schriftsteller Thomas Bernhard sicher nicht zu uns gekommen“. Seinem Bruder hat er per SMS seinen Unmut mitgeteilt. Eine Antwort blieb aus: „Wolfgang hat derzeit sicher andere Sorgen. Wir werden uns das schon bei einem Bier ausreden. Ich mag ihn“, hält der als absoluter Wein- und Marketingguru bekannte Oberösterreicher fest.

Klärende Worte
Weiteren Redebedarf gibt’s trotz eines ersten Gesprächs wohl auch zwischen Landesrat Klinger und FP-Landeschef Manfred Haimbuchner, der morgen aus dem Urlaub zurückkehrt. Wie bericht, hat Klinger sich in der Regierungssitzung zwar entschuldigt, aber auch widersprüchlich agiert.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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