01.09.2019 06:00 |

„Leistete Erste Hilfe“

Todescrash: Das sagt der Lenker des Polizeiautos

„Ich habe alles versucht, um die Frau zu retten.“ - Das sagt der Lenker des Streifenwagens nach dem Horror-Unfall am Wiener Verteilerkreis. Bei dem Crash wurde - wie berichtet - eine Fußgängerin (35) getötet. Und: Bei der Blaulichtfahrt habe er bei der roten Ampel angehalten, ehe er von einem Jaguar gerammt worden sei.

„Der 21-Jährige wirkte betroffen, aber durchaus gefasst, als er mir den Unfallhergang schilderte“, so Rechtsanwalt Alfred Boran von der Kanzlei Boran-Heck nach dem ersten Gespräch mit dem 21-jährigen Polizisten. Wobei drei Dinge besonders interessant scheinen: So gibt der Lenker an, vom in den Unfall verwickelten Jaguar senkrecht gerammt und wegkatapultiert worden zu sein. „Dabei wurde der Airbag im Polizeiauto ausgelöst – ich konnte nichts mehr sehen.“

„Sofort aus Einsatzwagen gesprungen“
Weiters erklärte der Uniformierte: „Nach Absetzen des Funkspruches bin ich sofort aus dem Einsatzwagen gesprungen, um mich um das Opfer zu kümmern.“ Als Polizist, der bereits mit 13 Jahren als Jungfeuerwehrmann Erste-Hilfe-Unterricht erhalten und unlängst einen Reanimationskurs absolviert hatte, begann er sofort mit Reanimation und einer Herz-Brust-Massage. „Eine Ärztin und ein Sanitäter unterstützten mich.“

„Sämtliche Vorschriften eingehalten“
„Nach erster Einschätzung gab es keine wie immer geartete Fahrlässigkeit des Polizisten. Er hat sämtliche umfangreichen Vorschriften, die eine Einsatzfahrt erfordert, eingehalten“, erklärt Rechtsanwalt Boran.

Die Unfallstelle nach dem Drama:

Zudem ist der Uniformierte trotz seiner Jugend kein unerfahrener Einsatzlenker. Er saß bereits bei weit mehr als 20 Blaulichtfahrten hinter dem Lenkrad, unfallfrei ...

Christoph Matzl und Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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