31.08.2019 07:00 |

Mitarbeitermangel

Der Reinigungsbranche geht’s im Moment „dreckig“

Gebäudereiniger stornieren Aufträge, Firmen-Kunden akzeptieren, dass gebuchte Leistungen reduziert werden, damit überhaupt geputzt wird! Der Mitarbeitermangel in der Branche nimmt neue Formen an. „So schwierig war es schon lange nicht mehr“, so Geschäftsführer Kai Steffen von der „Neuen Raumpflege“.

„Ihre Zufriedenheit ist unser Erfolg“, so lautet das Motto des Salzburger Gebäudereinigungsspezialisten „Neue Raumpflege“, den Personalsorgen plagen: „Wir haben in Salzburg Vollbeschäftigung. Es ist für uns extrem aufwändig geworden, Mitarbeiter zu finden“, meint Geschäftsführer Kai Steffen betroffen. 350 Reinigungskräfte arbeiten für das Unternehmen in Salzburg, 30 weitere werden permanent gesucht, wie auch über Anzeigen oder Facebook: „Es geht sich immer knapp aus, die Aufträge zu besetzen“, so Steffen.

Die Gründe, dass es wenige in die Reinigungsbranche zieht? Vielfältig, meint Alfred Fasching, der die Salzburger Niederlassung der Reinigung Schmidt leitet: „Andere Branchen saugen Kräfte ab, unser Kollektivvertrag und Abendarbeit schrecken oft ab. Und wer sagt schon gerne, dass er putzt?“, so Fasching, der derzeit zehn Mitarbeiter sucht, wie auch über ein neues Online-Tool. 45 Mitarbeiter arbeiten für ihn.

Der Mangel macht kreativ: Bei der Zahlung setzt Franz Brandner an, der seine „Reset Reinigung“ in St. Johann erst 2017 gründete: „Die Dienstleistung wird teils zu günstig angeboten, viele können nur den Kollektiv bezahlen (8,89 € brutto pro Stunde) – wir bieten von 10,80 bis 14 € an, je nach Ausbildung. Wir haben schon 28 Mitarbeiter.“

Alexander Grasmann ist optimistisch: „Sobald die Konjunktur abflaut, wird’s leichter“, so der Chef der Salzburger G&P Gebäudereinigung. Er setzt auf Mundpropaganda, um zehn weitere Mitarbeiter für sein 175-köpfiges Team zu finden. „Über’s AMS geht’s schwer, der Zenit ist erreicht“, so Grasmann, der Aufträge ablehnen musste.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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