Falsch gesichert

Kletterin (48) stürzt am Loser in den Tod

Bergtragödie am Loser in der Steiermark: Eine 48-jährige Kletterin aus Bad Goisern rutschte aus, fiel zwar ins Sicherungsseil - doch dieses riss und sie stürzte vor den Augen ihrer beiden hilflosen Bergkameraden 200 Meter in den Tod. Laut der Alpinpolizei dürfte die Frau ihren Gurt falsch befestigt haben.

Der entsetzliche Alpinunfall passierte, als Birgit G. (48) aus Bad Goisern mit ihrem Ehemann (59) und einem Bergkameraden (56) am Sonntag im Sisi-Klettersteig am Loser unterwegs war. Die Frau rutschte um 10.40 Uhr vor der letzten Schlüsselstelle im Schwierigkeitsgrad D aus und fiel ins Sicherungsseil. Doch der Sicherungsgurt riss aus und die Sportlerin stürzte vor den Augen ihres hilflosen Mannes und insgesamt fünf weiterer Kletterer 200 Meter tief in den Tod.

Fataler Fehler
Bei den Ermittlungen durch die Alpinpolizei Bad Aussee stellte sich heraus, dass Birgit G. einen fatalen Fehler gemacht hatte. Sie hatte den klassischen Ankerstichknoten verwendet, um die Beinschleifen und den Bauchgurt im Kletterset zu verbinden, doch leider bei einer Materialschleife eingefädelt. Diese konnte dem Körpergewicht der Frau nicht standhalten.

Erst am Donnerstag war ebenfalls am Loser eine 79-jährige Wanderin aus dem Kremstal 100 Meter tief in den Tod gestürzt. Am Tau des Polizeihubschraubers hängend wurden zwei Kletterer (38 und 56 Jahre alt) aus Mauerbach (NÖ) vom Seewand-Klettersteig in Hallstatt geborgen. Der Jüngere hatte Krämpfe in den Armen gehabt.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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