22.08.2019 07:32 |

Eltern verurteilt

Mädchen war wegen streng veganer Kost unterernährt

Ein australisches Elternpaar ist zu Hunderten Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, weil es seine Tochter so streng vegan ernährt hat, dass sie völlig unterentwickelt war. Im Alter von 19 Monaten sah das Kind so aus, als sei es erst drei Monate alt - es wog nur knapp fünf Kilogramm und hatte noch keinen einzigen Zahn.

Eineinhalb Jahre lang bekam die Kleine von ihren Eltern aus Sydney nur Obst, Haferflocken, Kartoffeln, Reis, Tofu, Brot, Erdnussbutter und Reismilch zu essen. Fleisch und tierische Produkte waren tabu. Der schlechte Gesundheitszustand flog auf, als das Kind im März vergangenen Jahres mit Krämpfen ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Ärzte schlugen Alarm: Bis dahin habe das Mädchen bereits viele Meilensteine in seiner Entwicklung verpasst.

Im Dezember bekannten sich die 33-jährige Mutter und der 35-jährige Vater schuldig, das Kind nicht ausreichend versorgt und somit gefährdet zu haben. Nun steht das Strafausmaß für das Paar fest: Die beiden müssen 300 Sozialstunden leisten und entgingen damit einer Haftstrafe. Bei der Bekanntgabe des Urteils schluchzten sie.

Die Mangelernährung hatte Spuren im Körper des Mädchens hinterlassen: Seine Knochen hatten sich seit der Geburt gar nicht weiterentwickelt. Bis zum heutigen Tag liegt das Kind, was Größe und Gewicht angeht, im Vergleich zu normalen Kindern weit zurück.

Das Mädchen wächst nun bei einer Tante seines Vaters auf. Die Eltern dürfen es unter Aufsicht regelmäßig besuchen.

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