17.08.2019 10:30 |

China-Büro geprüft

Kontrollamt rügt Ehefrau von Heinz Schaden

Seit 2002 leitete Jianzhen „Jenny“ Reiter das China-Büro der Standortagentur Salzburg. 2013 heiratete sie den damaligen Stadtchef Heinz Schaden (SPÖ). Die Standortagentur wurde im September 2018 aufgelöst. Ein Liquidationsbericht des Kontrollamts geht nun hart mit „Jenny“ Schaden ins Gericht.…

Als einzige Mitarbeiterin des China Liaison Office pflegte „Jenny“ Schaden die Beziehungen zwischen Salzburg und China. Die Stadt stellte ein Büro im Schloss Mirabell zur Verfügung, Stadt und Land zahlten ab 2011 jährlich 64.300 Euro. „Für das China-Büro fielen im geprüften Zeitraum in erster Linie Personalaufwendungen an“, heißt es im Prüfbericht.

„Jenny“ Schaden war 30 Wochenstunden angestellt. „Für das ab 2011 eingerichtete Geschäftskonto des China-Büros war die Mitarbeiterin allein zeichnungsberechtigt.“ Die Prüfer halten fest, dass es damit für die Geschäftsführung der Standortagentur „de facto ab 2011 weder eine Weisungs- und Kontrollfunktion gegenüber dem China-Büro gab, noch wurde ihr Einsicht in die Kontounterlagen und Belege gewährt“.

Außerdem listet das Kontrollamt für die Jahre von 2007 bis 2016 acht Chinareisen auf. Sechs davon fanden unter der Leitung des damaligen Stadtchefs Heinz Schaden statt.

Die Standortagentur ging im September 2018 in der Innovations- und Technologietransfer GmbH auf. „Jenny“ Schaden ist weiterhin für die Pflege der Beziehungen zu China zuständigen. Ihr neuer Dienstort: das Kiesel-Gebäude.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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