34 Fahrzeuge aus dem Werk in Zhengzhou stehen schon in der Garage. Ein erster Teil ist in Salzburg praktisch bereit für den Albus-Linienbetrieb, die anderen sind noch in der Endfertigung in Wien. Mit einer satten EU-Förderung hat das Salzburger Verkehrsunternehmen die neuen China-Busse gekauft.
Kommende Woche soll es so weit sein: Im Salzburger Stadtverkehr wird auf den Linien 21, 22 oder 23 der erste China-Bus seinen Betrieb aufnehmen. Mit zehn Millionen EU-Förderung hat das Salzburger Verkehrsunternehmen Albus vergangenes Jahr 34 Elektrobusse aus dem Reich der Mitte gekauft. Kein halbes Jahr nach dem Auftrag sind die E-Fahrzeuge für den Salzburger Stadtverkehr schon in China aus dem Werk gerollt.
„Es gibt nichts zu bemängeln“, sagt Hermann Häckl zufrieden. „Bei der Konkurrenz würden wir bis zu 20 Monate warten“, so der Albus-Chef. Während Yutong-Mitarbeiter das Bus-Personal schon in Salzburg einschulen, stehen die letzten E-Fahrzeuge noch in Wien in der Werkstätte bei der Endfertigung.
Viele Teile in den modernen China-Karossen kommen aus Europa, etwa die Achsen oder das Video-System. „Das ist auch alles wirklich gut verarbeitet“, sagt Häckl. „Und bei der Batterie macht den Chinesen niemand etwas vor.“ Rund 21 Millionen Euro hat Albus für die Busse gezahlt. Sage und schreibe 10,7 Millionen Euro fördert die EU.
Bedenken wegen China-Spionage auch nach Tests
Kritik gibt es bei den China-Fahrzeugen stets an möglicher Spionage. Mittels SIM-Karten könnten die Busse gar ferngesteuert werden. Dies hätten in Norwegen durchgeführte Tests mit Yutong-Bussen nicht ausschließen können, trotz europäischer Sicherheitsstandards.
Bedenken hinsichtlich Herkunft und möglicher Spionage äußert auch Simon Heilig-Hofbauer. „Ich will, dass kritische Infrastruktur besser geschützt wird. Dazu zählt auch der Verkehr“, so der Grünen-Landtagsabgeordnete. Er wird demnächst im Landtag einen Antrag einbringen, der genau dies zum Ziel hat. „In globalen Krisenzeiten ist dies Gebot der Stunde und in Ausschreibungen aufzunehmen.“
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