In drei Stufen

Gehaltspaket in Spitälern kommt jetzt doch

Salzburg
16.01.2026 13:23
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Das ausverhandelte und dann aus budgetären Gründen nicht umgesetzte Struktur- und Gehaltspaket für die Salzburger Spitalsbediensteten wird nun in drei Stufen doch realisiert. Darauf haben sich am Freitag Spitalslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) und der Zentralbetriebsrat der Salzburger Landeskliniken (SALK) geeinigt.

Der Betriebsrat wird dazu die Aufkündigung einer Betriebsvereinbarung über verlängerte Dienste zurückziehen. Dadurch sind 24-Stunden-Dienste bis 2030 gesichert.

Die Landesregierung hatte bei ihrer Klausur am vergangenen Wochenende für die Umsetzung des Pakets – in Stufen über drei Jahre – grünes Licht gegeben, der Zentralbetriebsrat erfüllte nun mit der Zurücknahme der Kündigung die daran geknüpfte Bedingung. Vereinbart wurde heute ein beiderseitiger Kündigungsverzicht bis Ende 2029. Danach kann die Vereinbarung mit einer einjährigen Frist gekündigt werden. „Damit gibt es Klarheit und Sicherheit für alle Betroffenen – sowohl diejenigen, die die Dienste machen, aber natürlich auch diejenigen, die davon profitieren, nämlich die Bevölkerung“, sagte Gutschi nach dem Gespräch gegenüber Medienvertretern.

Noch heuer höhere Journaldienst-Pauschalen

Teil eins des Pakets sind höhere Journaldienst-Pauschalen zur Absicherung der Dienstplan-Stabilität und mehr Geld für spezialisierte Pflegeausbildungen wie beispielsweise Pädiatrie, Anästhesie und OP-Pflege. Dafür werden aus dem laufenden Budget rund zwei Millionen Euro investiert. 2027 werden die Ärzte-Gehälter an andere Bundesländer angepasst. Hier werden 2,5 Millionen Euro aufgebracht. Vor allem im Bereich der Fach- und Oberärzte liegt das Gehaltsniveau derzeit deutlich unter dem anderer Bundesländer, was zu einer Abwanderung führt. Im letzten Umsetzungsschritt im Jahr 2028 sollen dann mit einem Aufwand von rund fünf Millionen Euro die Journaldienste in allen Bereichen attraktiver gestaltet werden.

„Ich glaube, mit diesem Stufenplan sind wir auch für die Zukunft konkurrenzfähig. Die Entscheidung hat der Betriebsrat im Sinne der Mitarbeitenden getroffen und auch im Sinne der Bevölkerung“, sagte die Vorsitzende des Zentralbetriebsrats, Sabine Gabath. „Wir haben versucht nachzubessern, wo die Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter recht hoch ist, also in den Bereichen Nachtdienste, Rufbereitschaften, Einspringerdienste, und überall dort, wo wir im Vergleich der Bundesländer nicht konkurrenzfähig waren“, sagte Zentralbetriebsrat Reinhard Bittner.

Nachfolgemodell für Pflegebonus kein Thema

Kein Thema war heute das von der Regierung in Aussicht gestellte Nachfolgemodell für den Pflegebonus, der in Salzburg Mitte des Jahres ausläuft. Dieses Thema betreffe den gesamten Pflegebereich und nicht nur die Landesspitäler, begründete Gutschi. Im Rahmen der gestern gestarteten Pflegeplattform 3 soll hier ein Modell ausgearbeitet werden.

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