10.08.2019 20:30 |

Bei der MotoGP:

Eine große Party bis der Doktor kommt!

Wenn die Motorrad-Superstars rund um Valentino Rossi Spielberg beehren, herrscht Ausnahmezustand. Die „Krone“ mischte sich unters trinkfeste Volk am Campingplatz. Die Stimmung ist heute am Siedepunkt.

Bumm. Auf einmal knallt’s. Ob’s aus einem Auspuff eines Bikes kommt oder uns nicht doch gerade ein Feuerwerkskörper um die Ohren geflogen ist, ist um halb vier in der Früh schwer zu eruieren. Willkommen am Campingplatz. Rot, grün, gelb, blau, violett, orange, pink - es gibt sie rund um den Red Bull Ring in allen Farben. Die Betreiber hissen die weiße Fahne - nichts geht mehr. „Zwei, drei Stellplätze vielleicht, sonst sind wir bummvoll“, heißt’s am grünen Campingplatz der Familie Moitzi. Nur einer von vielen Tummelplätzen für das partywütige Biker-Volk

Das sein eigenes „Rennen“ veranstaltet. Mit Vollgas. 24 Stunden rund um den Zapfhahn. Einige schaffen’s nicht mehr ins „zweite Qualifying“, müssen den Motor (Körper) bereits früh abstellen. Zu viel „Benzin“ im Tank. Andere sind schon routinierter im PS-Zirkus. Sie schaffen’s bis zu den „Party-Stadln“, wo sie bei Schaumpartys und Go-go-Tänzerinnen selbst in die Schräglage gehen

Auf die Knie sinken gut 70 Prozent der „PS-Jünger“, wenn ihr Held irgendwo zu sehen ist. Valentino Rossi - der „Headliner“ des Motorrad-Festivals. Das Geld, das den Fans in den Taschen übrig bleibt, wandert fast ausschließlich über die Theken bei den Merchandising-Ständen von „VR 46“. 175 Euro für einen Rossi-Rucksack oder 99 für einen Pullover im markant gelben Branding? Kein Problem! Für den geliebten Doktor ist den Fans nichts zu teuer.Klub der großen TatenWie die Lemminge sieht man Menschen in Richtung Rossi-Tribüne marschieren. Alle leuchten mit Kleidungsstücken in Neon-Gelb. Der offizielle Rossi-Fanclub aus Tavullia, der Heimat des 40-Jährigen, direkt hinter der mit 8000 Fans vollen Tribüne wirkt wie ein gelber Altar. Minütlich tragen sich Fans in die Anmeldelisten ein. Für 40 Euro ist man Mitglied. Mittlerweile zählt „Capo“ Flavio Fratesi stolze 15.000, die die nur 15 Mitarbeiter betreuen.

Im 25. Jubiläums-Jahr denkt man im Fanklub nicht daran, was sein wird, wenn Rossi 2020 seinen letzten Auftritt vor österreichischem Publikum hinlegen sollte. Die Abschiedsgala hat man aber im Hinterkopf. „Wir haben etwas Spektakuläres geplant. Mehr verrate ich nicht“, so Flavio, der aber erzählt, dass der Fanklub italienische Krankenhäuser abklappert, um Kindern mit Rossi-Fanartikeln das Leben etwas zu verschönern. Der „Doktor“ wird seinem Namen eben gerecht.

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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