Schon 2007 waren der Kopf der Bande sowie zwei Komplizen (teils rechtskräftig) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der vierte Verdächtige, ein 24-jähriger Moldawier, der im Oktober in Belgien geschnappt worden war, bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Belastender Fingerabdruck
Der Angeklagte gestand zwar, zu den Tatzeitpunkten in Wien diverse Diebstähle begangen zu haben - mit den Raubüberfällen im Großraum Hartberg will er aber nichts zu tun haben. Er gab sogar ein Alibi an: "Ich habe die ganze Zeit mit meinem besten Freund verbracht!" Wie sein Fingerabdruck allerdings auf ein silbernes Zigarettenetui in einem der Fluchtwagen kommt, das kann er sich nicht erklären.
Der Abdruck ist "das einzige Indiz", betont der Anwalt des Angeklagten. Staatsanwalt Wolfgang Fauland spricht hingegen von "einer Reihe erdrückender Indizien und nicht schlüssigen Aussagen". Man wird sehen - der Prozess wurde vertagt.
Opfer verprügelt und angeschossen
Die Bande war bei den Raubüberfällen laut Anklage jedenfalls alles andere als zimperlich vorgegangen. Autos wurden abgedrängt, gestoppt und die Opfer mit Schusswaffen zum Aussteigen gezwungen (im Bild demonstriert von Raubgruppen-Chef Werner Rampitsch). Zum Teil setzte es auch noch heftige Prügel. Einer der Überfallenen wollte die Autotür nicht öffnen - und endete damals mit einem Steckschuss in der Hüfte im Krankenhaus.
von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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