08.08.2019 12:52 |

Kadaver ohne Kopf

Nun steht es fest: Getötetes Tier ist ein Wolf

Die Untersuchungsergebnisse belegen es: Bei jenem Tier, dessen kopfloser Kadaver Ende Juli im Tiroler Sellrain gefunden wurde, handelt es sich tatsächlich um einen Wolf. Ein bis dato Unbekannter hatte also das streng geschützte Tier zur Strecke gebracht - es wies auch eine Schussverletzung auf. Die Suche nach dem Schützen ist nach wie vor in vollem Gange.

Eine DNA-Untersuchung der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat nun die bereits bestehende Vermutung bestätigt, teilte das Land Tirol am Donnerstag mit. Der Wolf sei einer italienischen Population zuzuordnen und hatte bereits Schafe in der Umgebung gerissen.

„Anhand der Proben, die auf der Inzinger Alm bei zwei gerissenen Schafen entnommen wurden, kann bestätigt werden, dass diese von dem im Sellrain aufgefundenen Wolf gerissen wurden“, sagte Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer.

Dass es sich um einen Wolfshund oder einem Mischling aus Hund und Wolf handeln könnte, wurde definitiv ausgeschlossen. Es gebe keine Hinweise darauf, hieß es. „Dieses Tier wurde bisher noch nicht in Österreich nachgewiesen“, erklärte Janovsky weiter. Wer für den Tod des Tieres verantwortlich ist, sei noch unklar. Pathologische Untersuchungen seien im Gange, die dann für die weiteren Ermittlungen herangezogen werden sollen.

WWF für „Abrüstung der Worte“
Der WWF Österreich forderte am Donnerstag eine „möglichst rasche und konsequente Aufklärung“. Gleichzeitig appellierte die Naturschutzorganisation in einer Aussendung für eine „Abrüstung der Worte“. Die „verbale Hetzjagd“ auf den Wolf müsse ein Ende finden, „bevor damit weitere illegale Tötungen provoziert werden“.

Zuletzt war erneut eine Debatte rund um Abschussmöglichkeiten der Raubtiere entbrannt. Die Bezirkslandwirtschaftskammer brachte einen Antrag auf Entnahme - also Abschuss - von Wolf und Bär bei der Tiroler Bezirkshauptmannschaft ein. Dieser wurde aber bereits abgelehnt.

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