05.08.2019 19:40 |

US-Importe

Rindfleisch-Deal: Heimische Bauern besorgt

US-Präsident Donald Trump sieht es naturgemäß als „bedeutenden Erfolg für amerikanische Landwirte“, doch mit dem in der Vorwoche besiegelten Rindfleisch-Abkommen zwischen den USA und der EU haben österreichische Bauern keine allzu große Freude. Werner Habermann, Obmann der Arge Rind, warnt vor „Billigstimporten“ und appelliert an die Konsumenten, zu heimischem Fleisch zu greifen.

Nachdem heimische Bauernvertreter bereits im Rahmen des geplanten EU-Mercosur-Handelsabkommens unter anderem vor steigenden Rindfleischimporten gewarnt haben, tun sie dies jetzt erwartungsgemäß auch wegen des geplanten Rindfleischdeals mit den USA. In den nächsten sieben Jahren sollen die Beef-Einfuhren aus den Vereinigten Staaten schließlich auf bis zu 35.000 Tonnen pro Jahr ansteigen.

EU garantiert „Qualität und Sicherheit“ der US-Importe
Das Abkommen muss vom EU-Parlament noch final bestätigt werden, die Zustimmung gilt jedoch als unproblematisch. Vertrag hin oder her, am Ende entscheiden natürlich die Verbraucher in Europa im Supermarkt. Kein Vertrag kann den Verkauf von Rindfleisch erzwingen. Experten zufolge ist das amerikanische Rindfleisch jedoch in Bezug auf Qualität und Preis sehr konkurrenzfähig, weshalb eine Ausschöpfung der zollfreien Exportquote wahrscheinlich erscheint. Die EU erklärte am Freitag, „Qualität und Sicherheit“ des importierten Rindfleisches werde weiterhin den strengen EU-Standards entsprechen.

Doch neben der Qualität der Importe ist vor allem die Billig-Konkurrenz aus den USA bei den heimischen Bauern ein Thema. Arge-Obmann Habermann erklärte die Sorge der Landwirte im Ö1-„Mittagsjournal“ so: „Ein Grund ist, dass wir seit Jahresanfang speziell aus Brasilien und Argentinien aufgrund der Währungsschwankungen mit Billigstangeboten konfrontiert sind. Und der zweite Aspekt sind die Vorboten des Brexit, dass aufgrund des bevorstehenden Brexits auch die Irländer hier Märkte suchen und derzeit massiv dem europäischen Festland billigst Rindfleisch anbieten.“ Auch komme mehr Rindfleisch aus Ländern wie Polen nach Österreich.

 krone.at
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