31.07.2019 13:52 |

Koubek happy

Thiem-Start im Davis Cup „zu 99,9 Prozent“ sicher

Der Österreichische Tennisverband steckt mitten einer Umstrukturierungsphase und hat nun auch eine Agentur beauftragt, Kompetenzen festzulegen bzw. den Verband zu professionalisieren. Die beste Nachricht kam bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Kitzbühel aus dem Davis-Cup-Lager, denn Dominic Thiem will beim Länderkampf im September in Finnland dabei sein.

Die Nachricht an sich ist nicht neu, Thiem hatte ein bisschen auch sein Abschneiden bei den US Open als Voraussetzung angehängt. ÖTV-Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek ist sich jedenfalls recht sicher, dass der Weltranglisten-Vierte bei körperlichem Wohlbefinden vom 13. bis 15. September in Espoo (rund 20 km außerhalb von Helsinki) dabei ist. „Dominic hat zu 99,9 Prozent zugesagt. Es sind natürlich die US Open davor, aber ich gehe davon aus, dass er dabei ist. Er wollte ja immer mitspielen, er hat diesmal frühzeitig zugesagt.“

Neben Thiem hat Koubek Dennis Novak, Sebastian Ofner sowie das Doppel Oliver Marach/Jürgen Melzer nominiert. „Mit dem Team kann man, glaube ich, erhobenen Hauptes nach Finnland fliegen, da ist man wirklich gut gerüstet. Ich freue mich natürlich auch, dass dieses Kasperltheater vorbei ist vor dem Davis Cup“, sprach er den Manager-Wechsel im Team Thiem an. Österreich wäre freilich auch ohne Thiem klarer Favorit in Finnland, dennoch hat Koubek den zweifachen French-Open-Finalisten gerne dabei. „Das Team schaut ganz anders aus mit so einem Top-Ten-Spieler.“

Vor zu viel Optimismus warnt Koubek trotzdem und erinnert an den Sensationssieg Österreichs in Russland als krasser Außenseiter im Vorjahr. Aller Voraussicht nach wird die Qualifikationsrunde 2020 für das zweite Finalturnier des neues Davis Cups übrigens diesmal im März - und damit nicht mehr unmittelbar nach den Australian Open - stattfinden.

Bis dahin, so hofft die Interimspräsidentin Christina Toth, sollte der Umstrukturierungsprozess innerhalb des ÖTV abgeschlossen sein. „Wir haben einige Herausforderungen im ÖTV, die in erster Linie das Thema Professionalisierung betreffen. Wie wird die Struktur ausschauen, wie soll der ÖTV aufgestellt sein?“

Seit der letzten Juni-Woche ist eine Agentur, die zuvor einen Ausschreibungsprozess durchlaufen musste, daran bei diesem Prozess zu helfen. Es wurde ein Fragebogen erstellt mit den Kernthemen, wo sind Probleme in der Ist-Situation, was soll in Zukunft anders werden, wie sollen die Kompetenzen verteilt werden, und schließlich soll auch der Entscheidungsprozess an der Spitze wesentlich schneller gemacht werden. In einem zweitägigen Workshop in Kitzbühel soll ein genauer Fahrplan erstellt werden, damit dann im Herbst eine Generalversammlung die Änderungen beschließen kann.

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