16.07.2019 14:59 |

RAF-Terroristin

Straßenschild demontiert: FP-Politiker droht Klage

Vor drei Wochen hat der Wiener FPÖ-Klubobmann Toni Mahdalik in der Seestadt ein Kunst-Straßenschild für eine frühere RAF-Terroristin abmontiert und ein Video von der Aktion auf Facebook gestellt (siehe oben). Nun ist ein Anwaltsschreiben in sein Büro geflattert. Wenn Mahdalik die Tafel nicht zurückgibt, droht ihm eine Besitzstörungsklage.

Im Juni ließ die Notgalerie im Rahmen des „Audiowalk Seestadt“ neun fiktive Straßenschilder von der Künstlerin Silke Maier-Gamauf aufstellen. Darunter auch eine Tafel für die ehemalige RAF-Terroristin Silke Maier-Witt.

Mahdalik rückte mit Stanleymesser an
„Ehrlich jetzt?“, echauffierte sich Toni Mahdalik gegen die von der Stadt geförderte Aktion. Mit einem Stanleymesser montierte er die Tafel ab und nahm sie mit ins Büro. Dort könne die Künstlerin das Schild abholen kommen.

Das ließ die Künstlerin, die mit der Aktion „in keiner Weise Terrorismus gutheißen oder verharmlosen wollte“, nicht auf sich sitzen. Am Montag erhielt Mahdalik Post von Anwalt Thomas Fraiß. In dem Schreiben wird der Politiker aufgefordert, das Schild bis Montag herauszurücken. Andernfalls droht ihm eine Besitzstörungsklage. Außerdem soll er sich „dazu verpflichten, derartige Lausbuben-Aktionen zu unterlassen“.

Zusatztafel als Lösung?
Mahdalik nimmt die Drohung gelassen. Er will das Schild mit einer Zusatztafel aufhängen, die auf die Taten von Maier-Witt hinweisen soll (bislang verweist ein QR-Code auf weitere Informationen, Anm.).

Isabella Kubicek, Kronen Zeitung/krone.at

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